Wiarda wundert sich_30_Siggelkow

Shownotes

SEINE Kindheit, erzählt Bernd Siggelkow, war "Existenzkampf": Der Vater wollte keine Kinder, die Mutter verließ die Familie, als Siggelkow sechs war, die Großmutter war schwer krank, zu Hause gab es Gewalt und emotionale Kälte. Dann stellte ihm ein Jugendpastor eine Frage, die sein Leben veränderte: "Weißt du eigentlich, dass es jemanden gibt, der dich liebt?"

Aus dem Jungen von St. Pauli wurde ein Pastor, aus dem Pastor ein Kämpfer gegen Kinderarmut. Anfang der Neunziger Jahre kam Bernd Siggelkow nach Berlin. In Hellersdorf, damals, wie er sagt, dem kinderreichsten Bezirk Europas, gründete er 1995 die Arche. Angefangen habe alles mit 20 Kindern in seinem Wohnzimmer, sagt Siggelkow in einer neuen Folge von "Wiarda wundert sich".

31 Jahre später umfasst die Arche 37 Einrichtungen in Deutschland, dazu Standorte im Ausland, 400 Angestellte – und jeden Tag 11.000 Kinder. Gewollt habe er diese Expansion nie, sagt der inzwischen 62-Jährige. Im Gegenteil: "Ich möchte die Arche lieber schließen." Denn dass sie immer weiter wachse, sei kein Grund zur Freude, sondern ein Warnsignal: "Der Erfolg der Arche ist der Misserfolg der Gesellschaft und der Politik."

Im Gespräch mit Jan-Martin Wiarda erzählt Bernd Siggelkow von Kindern, die nach der Schule in die Arche kommen, ihren Lieblingsmitarbeiter umarmen, essen, Hausaufgaben machen, spielen, reden, Ferien erleben. Von Hausbesuchen, Elternarbeit, Krisen, Todesfällen, von jungen Erwachsenen, die als Kinder in die Arche kamen und heute ihre eigenen Kinder dorthin bringen. Das Wort "Betreuung" sei bei ihm verboten. Die Arche wolle nicht betreuen, sondern "langfristig in das Leben der Kinder investieren".

Das Motto, das die Arbeit der Arche in diesem Jahr begleitet, lautet: "Bildung durch Beziehungen." Für Siggelkow geht es immer auch um Bildung. Aber nicht zuerst um Basiskompetenzen, Vergleichsarbeiten, Digitalisierung oder Ganztag, sondern um Essen, Vertrauen, Verlässlichkeit und Beziehung. Bildungsarmut beginnt für Siggelkow dort, wo Bildung vom Einkommen der Eltern und vom Förderverein der Schule abhängt. "Wir waren ja mal das Land der Dichter und Denker und wir verdummen immer mehr", sagt Siggelkow. Ein Satz, der typisch ist für ihn: direkt und drastisch, ohne Angst vor Zuspitzungen.

Wenn man Siggelkow fragt, wie Schule sein müsste, dann sagt er nicht nur: irgendwie anders, sondern bringt ein Beispiel nach dem anderen. Kinder, die mit abstrakten Aufgaben nichts anfangen können, aber sofort rechnen, wenn es um neun Euro und drei Freunde geht. Social Media als Lebenswelt. Skandinavien als Vorbild. Und Kinder, die in Deutschlands Schulen "wie Könige" behandelt werden sollten. "Wir haben keine Bodenschätze in Deutschland, aber wir haben Kinder", sagt er. "Und dann lasst uns doch verdammt nochmal in diese Kinder so investieren", dass sie Zukunft haben.

Wie passt es, dass einer wie Siggelkow jetzt ausgerechnet für die CDU ins Berliner Abgeordnetenhaus einziehen will? Alles, was er sage, sei werteorientiert und müsse in jede Partei passen, antwortet er. Ob die CDU "die sozialste Partei" sei, stellt Siggelkow selbst in Frage. "Aber heute bin ich das soziale Gewissen in der CDU." Er habe 31 Jahre lang "Klartext" geredet und werde sich nicht den Mund verbieten lassen. Eher im Gegenteil: Siggelkow sagt, er werde auch in der eigenen Partei "ein sehr unbequemer" sein. In der Politik fehlten Menschen "aus der Praxis, aus der Basis"; es brauche eine "Politik 2.0", in der Politiker nicht "Staatsoberhaupt", sondern "Staatsdiener" seien – und wieder lernten, dem Volk "aufs Maul" zu schauen.

Ein Podcast über Kinderarmut, Bildungsarmut und Beziehung – und über einen, dem das Mahnen nicht mehr reicht.

Transkript anzeigen

00:00:03: Hallo

00:00:14: und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Viader Wunderzig.

00:00:18: Ein Fragensteller, ein Gast – ein aktuelles Thema!

00:00:21: Der Fragen-Steller das bin ich Jan Martin Viader, Journalist für Bildung und Wissenschaft.

00:00:25: Mein Gast heute ist Bernd Siegelko Pastor, Gründer des christlichen Kinder- und Jugendwerks die Arche und seit Jahrzehnten eine der bekanntesten Stimmen gegen Kinderarmut in Deutschland.

00:00:35: Und das Thema dieser Folge ergibt sich damit eigentlich von selbst, was muss passieren?

00:00:40: Damit Kinder die mit schlechten Startchancen aufwachsen trotzdem ihren Weg machen können?

00:00:45: in der Schule im Leben ja und ganz im Allgemeinen.

00:00:49: herzlich willkommen Herr Siegelko!

00:00:51: Hallo danke für die Einladung.

00:00:53: sehr gerne Herr Siegeco.

00:00:54: wenn sie mit zwei Sätzen nicht länger beschreiben sollten was genau die Arche ist und in Wirklichkeit gibt es ja inzwischen viele Arches in vielen Städten Was würden Sie dann sagen?

00:01:05: Die Arche ist ein verlässliches Zuhause für Kinder mit den Mitarbeitern, die über viele Jahre in das Leben der Kinder hinein wirken.

00:01:12: Mit einem kostenlosen Mittagessen, schulischen Hilfen, Chancengleichheit und vielen Möglichkeiten, dass Kinder wieder Kinder sein können und für die Kinder ihr Lieblingsort.

00:01:22: Für die Kinder Ihr Lieblungsort!

00:01:24: Und das schauen wir uns gleich noch ein bisschen näher an was das bedeutet praktisch aber ich würde gerne zum Start erst mal einen Schritt nein viele Schritte zurückgehen und ein Wichtsinn persönlich werden.

00:01:34: Herr Segel, Sie sind in Hamburg auf Sankt Pauli aufgewachsen?

00:01:38: Wie kommt man danach?

00:01:39: Berlin-Hellersdorf?

00:01:41: Erst mal bin ich in Sanktaulie aufgewachsen zu einer Zeit wo Sankte nicht überteuert war sondern wo da eher die Ausländer wohnten und die Menschen die wenig hatten.

00:01:50: Und ich war einer von denen die wenig hatte.

00:01:51: Meine Mutter ging als ich sechs Jahre alt war.

00:01:54: Mein Vater wollte keine Kinder meine Großmutter war über viele jahre vom Krebs zerfressen und bei uns gab es nur Existenzkampf Gewalt emotionale Kälte.

00:02:03: Und viele Jahre später als Jugendlicher bin ich Christ geworden und habe mich entschieden, etwas für Kinder zu tun und bin dann nach meiner kaufmännischen Ausbildung in die theologische Ausbildung gegangen und habe dort Theologie mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendarbeit gemacht.

00:02:17: Und da ich ja viel meiner Zeit auf der Straße verbracht hab, habe ich natürlich auch eine andere Sprache als ein Pastor, der auf der Kanzler steht und wurde dann, deintenhundertneunzehnundneinzig nach Berlin Hellersdorf eingeladen in den kinderreisten Bezirk von Europa die letzte Satellitenstadt in Berlin oder in Deutschland überhaupt und sollte dort predigen zu Kindern und Jugendlichen wie davon natürlich gar keine Ahnung hatten und die ganz anderen Probleme hatten.

00:02:39: Und die Kirche, die mich eingeladen hatte wollte damals hier eine Jugendkirche gründen mit wahrscheinlich den falschen Vorstellungen.

00:02:45: Die gingen und ich kamen weil ich gemerkt habe hier die Kinder brauchen jemand der sich in ihr Leben investiert.

00:02:52: Ganz viele Nachfragen!

00:02:57: dem christlichen Glauben, also sie haben das jetzt eben in so einem Halbsatz erzählt und dann kam irgendwann der christliche Glaubn dazu.

00:03:03: Und dann haben Sie am Ende Theologie studiert.

00:03:05: da ist ja was passiert dazwischen?

00:03:07: irgendwie dass, dass Sie den entdeckt haben für sich?

00:03:11: Gab es eine Perfektion?

00:03:12: Gab's da irgendein Erlebnis?

00:03:14: Ich wollte mal Musiker werden, aber wir hatten ja eben kein Geld.

00:03:17: Unser ganzes Leben war Existenzkampf und mein Bruder lernte dann irgendwann auf St.

00:03:22: Pauli die Halsamik kennen.

00:03:23: Damit konnte ich gar nichts anfangen.

00:03:24: Wir haben gedacht das hat was mit dem Hals zu tun, aber nicht mit Heil.

00:03:27: Und bin der dorthin gegangen und der Kappelmeister hat gesagt Ja, ich unterrichte dich musikalisch.

00:03:32: Und einige Monate später kam der Jugendpastor und stellte mir eine Frage, die eben meinen Leben verändert hatte und er sagte Weißt du eigentlich dass es jemand gibt, der dich liebt?

00:03:40: Und es gab ja keine Liebe in meinem Leben und mir war klar, das ist der Schlüssel meiner Probleme.

00:03:45: Der sprach von Gott, bei dem hatte ich überhaupt keine Ahnung.

00:03:48: aber damals habe ich mich sehr unwissend entschieden Christ zu werden und dann war das natürlich auch eine harte Zeit.

00:03:54: Christ zu Werden sag' ich mal weil da gehört schon noch mehr dazu wenn man die Vergangenheit hat Ja und eben etwas für Kinder zu tun damit sie nicht so aufwachsen müssen wie ich.

00:04:02: also das war sozusagen der erste Schritt.

00:04:05: und dann ging's natürlich weiter diese Erfahrungen die man mit Kirche macht, die man mit Gemeinden macht.

00:04:10: Mit Menschen, die vielleicht schon seit Jahrzehnten selber Christen sind und man kommt so als Exot in eine Gemeinde.

00:04:16: Und so habe ich mich auch immer gefühlt was aber nicht schlimm war denn ich bin ja heute in vielen Bereichen immer noch der Exot

00:04:22: Als sie sich sehr unwissend auf den Weg gemacht haben Christ zu werden.

00:04:25: viele berichten dann das so ein Theologiestudium für Sie dann auch durchaus die Prüfung darstellt wenn man plötzlich vielleicht auf eine wissenschaftliche Weise lernt auf den Glauben zu gucken.

00:04:36: War das bei Ihnen auch so?

00:04:38: Nein, ich habe mich bewusst entschieden nicht Theologie an der Universität zu studieren.

00:04:42: Sondern ich habe mir bewusst entschieden eine sehr praktische theologische Ausbildung bei der Halser mitzumachen wo ich dann viele Jahre später in Basel ordiniert worden bin.

00:04:51: weil mir war immer wichtig dieser Bezug für den Menschen und nicht nur dieses theoretische auf der Universitet Und das ist heute auch in meiner Arbeit kennzeichnet dass immer noch Ich habe lieber Auszubildende, die Sozialpädagogik oder Erzieherausbildung machen als duales System.

00:05:07: Also mit Schule und praktisch zusammen damit sie dann hinterher auch viel schneller am Menschen sind.

00:05:12: in Lehramtsstudium brechen die meisten Studenten während im Referentariat ab nämlich dann wenn Sie auf die Kinder losgelassen werden haben schon unter Umständen drei Jahre studiert.

00:05:22: das hat allen viel Geld gekostet.

00:05:23: dann hören Sie wieder auf Das war mir wichtig gewesen dieser Bezug immer wieder zu den Menschen immer wieder da zu sein Wo klopft das Herz dieser Menschen und wie kann ich das in meinem theologischen Wissen einbauen?

00:05:36: Und Martin Luther hat ja mal gesagt, man soll die Menschen aus dem Maul schauen.

00:05:39: Das ist mir bis heute wichtig geblieben und vor allem in der Theologischen Ausbildung.

00:05:43: Dass mit dem Exot was Sie erwähnt haben, da werde ich Sie häufiger in unserem Gespräch noch einmal fragen wo sie sich als Exot sehen und erleben fangen wir mal damals an so in der Zeit, als sie dann nach Berlin-Hellersdorf kamen aus Hamburg, in Osten kurz nach der Wende, in eine Satellitenstadt wo es keine, sag ich mal wahrscheinlich so gut wie keine Migranten ausländer gab.

00:06:11: Es war sozusagen ein ganz anderes, einer ganz andere gesellschaftliche Atmosphäre als auf St.

00:06:18: Pauli und trotzdem irgendwie ähnlich.

00:06:21: Naja, erst mal bin ich ja ein paar Jahre nach Baden-Württemberg gezogen wo ich auch meine Ausbildung dann gemacht habe an der Schweizer Gänze.

00:06:26: Meine erste Gemeinde hatte als Pastor und dann eher in der Heilenwelt in Baden Württemberg Und man gewöhnt sich da sehr schnell daran wenn man aus dem Brennpunkt kommt.

00:06:36: Man geht denn sozusagen in die Diaspora und erlebt ganz andere Menschen mit den ganzen anderen Lebensinhalt die nicht immer nur ums Überleben kämpfen müssen sondern die für sich vielleicht auch schon gesetzt haben und bestimmte Dinge haben.

00:06:50: Das war für mich schon eine unglaubliche Herausforderung.

00:06:52: Ich wollte eigentlich gar nicht, aber ich wusste da war so eine innere Stimme die mir gesagt hat das ist der Ort wo du gebraucht wirst.

00:06:58: und ich habe dann natürlich viele Menschen hier gesehen die täglich um ihre Existenz gekämpft haben.

00:07:04: Unglaublich viele alleinerziehende Mütter.

00:07:06: Ich habe nie Väter gesehen, immer nur Erzeuger der Kinder, die keine Stabilität der Familie gegeben haben.

00:07:14: Und ich habe zwanzigjährige Mütter erlebt mit vier Kindern und jeder Mann, der in die Familie kam wollte nicht wegen den Kindern kommen sondern ist wegen der Frau gekommen und ist genau so schnell wieder gegangen.

00:07:24: Das war schon eine große Herausforderung, die bis heute letztendlich geblieben ist weil die Probleme sind ja nicht weniger geworden in den letzten über dreißig Jahren.

00:07:32: Aber es war schon der erste Schritt hierher zu gehen, war schon eine unglaubliche Überwindung.

00:07:36: Weil wenn man rausgeht aus dem Milieu und man fängt auf einmal an selbst Erfahrung zu sammeln die einem gut tun und dann wieder zurück geht dahin wo's brennt, dann ist das am Anfang sehr schwierig gewesen.

00:07:50: Ein neunzig nach Hellersdorf gekommen oder die Arche ist ja erst glaube ich fünfundneunzig von ihnen gegründet worden?

00:07:57: Das war also so ein Prozess dazwischen.

00:07:59: was haben sie die vier Jahre lang gemacht?

00:08:01: Ich bin ja nicht im Auftrag einer Kirche oder eine Organisation nach Berlin gegangen, sondern für mich im Auftakt meines Gottes sozusagen der mir die innere Bereitschaft oder den inneren Druck aufgebaut hat, nach Berlin zu gehen.

00:08:13: Und ich habe versucht dann das über die Kirche zu machen und die wollten das nicht.

00:08:18: Ich habe dann eine Pastorenstelle in Berlin-Weddinge angenommen, hab dann einige Jahre als Pastor dort gearbeitet bis sich ein paar Menschen in Marzahn-Hellersdorf gefunden haben, die ein ähnliches anliegen gehabt haben, die gesagt haben wir wollen auch Christentum nach Marzahn-Hellersdorf bringen und ich war derjenige der was für Kinder und Jugendliche tun wollte.

00:08:36: Und dann haben wir eben einen kleinen Verein gegründet und dann habe ich auf den Spülplätzen hier angefangen ganz alleine ganz einfach mit ein zwei Ehrenamtlichen die mich dabei unterstützt haben Und musste dann erst mal die ersten Jahre, weil selbst mit der Gründung der Arche gab es dann kein Geld.

00:08:50: Weil wir waren nur ein paar Personen und musste dann eben nebenbei auch in verschiedenen Bereichen arbeiten.

00:08:55: Ich habe den geholfenen Mazzan den CVN mit aufzubauen.

00:08:58: Hab dann im Außendienst gearbeitet um bisschen Geld zu verdienen aber das war immer nur Existenzminimum, weil ich wollte ja meinen Schwerpunkt darauf legen die Arche aufzubohren und ein Zuhause für Kinder zu schaffen.

00:09:10: Und heute gibt es die Arche, soweit ich weiß sie korrigieren mich an mehr als thirty-fünf Standorten so in dem Dreh.

00:09:17: Wir sind mittlerweile mittlerweile in Deutschland haben wir siebenunddreißig Einrichtungen eine einen Polen eine der Schweiz und jetzt gerade ganz frisch in Tannulania und wir öffnen jetzt noch in Offenbach und Bielefeld noch zwei weitere Einrichtung.

00:09:30: also wirklich aus einer lokalen Initiative wurde nationales internationales Kinder und Jugendwerk.

00:09:36: kann man sagen wollten Sie expandieren.

00:09:39: Also ganz ehrlich, ich habe mit zwanzig Kindern in meinem Wohnzimmer angefangen und wenn ich gewusst hätte wie groß es wird, hätte ich das niemals gemacht.

00:09:45: Weil ich hab heute vierhundert Angestellte und jeden Tag elftausend Kinder.

00:09:48: Das ist eine unglaubliche Verantwortung.

00:09:51: Ich mein großes Ziel war nicht noch mehr Archen zu öffnen auch heute nichts sondern ich möchte die Arche lieber schließen Denn wir kämpfen ja an einem Problem dass nicht beseitigt ist nämlich Kinderarmut.

00:10:01: Und die Kinderarmud wächst in den letzten Jahren immer weiter Anstatt der sich verändert und man mehr Wert darauf legt, Kinder individuell zu fördern.

00:10:10: Weil wir ja wissen dass es diese Kinderarmutzahlen gibt.

00:10:12: Und im Jahr zwanzig hat der Europarat Deutschland ermahnt zu langsam in der Bekämpfung der Kinderarmuts zu sein.

00:10:20: Wir sind hier eines der reichen Ländern Europa und das ist schon peinlich wenn wir vom Europarat ermahmt werden.

00:10:26: Also im Grunde die Expansion ist Folge dieser Krise, die wir haben und sagen bei der unzureichenden politischen Reaktion auf Kinderarmut.

00:10:36: Dadurch entsteht, wenn man möchte, der Erfolg der Archie, der sie eigentlich traurig macht, aber weil Sie eigentlich gar keine Expansion haben wollen würden?

00:10:43: Weil das das Zeichen ist, dass was schiefläuft.

00:10:46: Also der Erfolg des Arches, der Misserfolg der Gesellschaft und der Politik, das muss man einfach so traurisch sagen.

00:10:51: und je weniger für Kinder gemacht wird umso mehr sind Institutionen wie die Arche notwendig.

00:10:58: Erzählen Sie doch jetzt mal, wie für die meisten Kinder so ein typischer Tag Nachmittag in der Arche abläuft.

00:11:04: Kann ich mir das vorstellen?

00:11:06: In der Regel kommen die Kinder nach der Schule rein und nehmen ihren Lieblingsmitarbeiter erst einmal in den Armen weil der unter Umständen schon viele Jahre im Leben dieser Kinder ist.

00:11:17: Das ist uns ganz wichtig.

00:11:19: Wir haben dieses System in Deutschland nicht mehr, dass Menschen lange im Leben von Kindern sind.

00:11:23: Weil wir immer mehr Patchwork haben.

00:11:25: Der Grundschullehrer wird in der Hälfte der Grundschulzeit ausgewechselt und die Kinder haben eben diese kontinuierlichen Partner nicht mehr.

00:11:31: Und das sind wir!

00:11:31: Dann kommen die Kinder.

00:11:33: meistens gehen sie dann zum Mittagessen, dann versuchen wie die Kinder zu überreden so unterstützen Hausaufgaben zu machen Nachhilfe zu nehmen.

00:11:41: Dann gibt es viele verschiedene Sportspiel-Spaßangebote.

00:11:45: Da gibt es einzelne Räume die offen sind wo Sie eben auch spielen können, wo ein Mitarbeiter ist.

00:11:50: Dann gibt es einen großen Hof.

00:11:52: in das Wetter gut, dass die Kinder meistens draußen auf dem Sportplatz beim Basketball, beim Fußball, beim Volleyball und auf dem Trampolin.

00:11:59: Im Sommer haben wir einen kleinen Pool aufgebaut also klein.

00:12:02: Der ist riesengroß aber der ist nur so hoch wie eine Fütze damit kein Kind ertrinkt.

00:12:07: Wir haben eine große Sporthalle.

00:12:08: Wir machen einmal einer Woche eine Kinderparty mit den Kindern viel spielen, singen.

00:12:13: Eine Geschichte erzählen die etwas mit ihrem Leben zu tun hat um auch Erfolgserlebnisse zu vermitteln aber eben auch dass das Leben nicht nur Erfolg ist sondern es eben auch Misserfolg hat und damit umzugehen.

00:12:24: Und ansonsten versuchen wir mit den Partnern die wir haben in Berlin SSHT ABC bekommen immer mal wieder Eintrittskarten für die Kinder zum Spiel gehen.

00:12:34: In den Ferien fahren wir mit den Kindern in die Feriencamps, wir versuchen viele Ausflüge zu machen und haben eine Arche Ranch wo die Kinder mit Tieren etwas erleben können.

00:12:43: Wir haben ein Ferienhaus wo auch Eltern mit ihren Kindern Urlaub machen können weil wir wollen die Kinder nicht immer nur aus ihren Familien wegnehmen Weil wir wollen älterne auch stark machen.

00:12:53: Vieles von dem jetzt Arche Range sicherlich nicht Und in Ferien auch nicht aber könnte doch auch guter Hort leisten vieles von denen was sie tun

00:13:01: Ja, also der Unterschied bei uns ist vielleicht ich... Bei mir ist das Wort Betreuung verboten weil wir betreuen keine Kinder.

00:13:07: Weil es wäre so eine Art Dienstleist, wie gibt's dein Kind ab und ab und holt sich wieder ab?

00:13:10: Sondern wir versuchen ja langfristig in das Leben der Kinder zu investieren.

00:13:15: Letztes Jahr hat ein junger Mann mir geschrieben Danke Bernd dass du meine Kindheit gerettet hast Und zwei Wochen später eröffnet wir in seiner Nachbarschaft wo er jetzt wohnt Eine neue Arche.

00:13:25: Er kam mit seiner achtjährigen Tochter und sagte, guck mal als ich acht war, kam ich in die Arche.

00:13:29: Und heute möchte ich, dass meine achtjährige Tochter in die arche geht um genau so eine unbeschwerte Kindheit zu haben wie ich auch.

00:13:34: Ich glaube der Unterschied ist, dass wir vielleicht noch viel intensiver im Leben der Menschen sind.

00:13:41: Wir machen Hausbesuche auch unangekündigt.

00:13:43: Wir sind bei den Eltern.

00:13:44: Wir versuchen die Eltern zu stärken.

00:13:46: Wir haben mit allen Dingen zu tun von der Freude bis zum Tod von Kindern.

00:13:51: leider Beim Amoklauf in München sind sechs Teenager erschossen worden.

00:13:55: Davon waren drei Arche jugendliche als in meisten der Vater sich mit seinen drei Kindern Weihnachten, Zweitausendfamilien umgebracht hat.

00:14:02: Das war auch eine Arche-Familie.

00:14:03: Wir sind im Prinzip in allen Bereichen so massiv drin, dass man das ja ist es kaum zu vergleichen Mit einer anderen Institution weil wir sind eher eine familiäre Ergänzung Als eine Betreuungseinrichtungen.

00:14:18: Eher eine Ergänsung der Familie Und natürlich das Ziel ist gegen die Armut anzukämpfen, gerade auch gegen die Bildungsarmut.

00:14:27: Das ist so ein Begriff der ja sehr schillernd is'.

00:14:30: Was heißt Bildungs-Armut für Sie eigentlich?

00:14:33: Wenn Bildung abhängig ist vom Einkommen der Eltern und vom Förderverein der Schule dann haben wir in Deutschland ein riesengroßes Problem denn die waren ja mal das Land der Dichter und Denker und wir verdummen immer mehr!

00:14:43: Wir haben Prozent der fünfzehnjährigen.

00:14:49: Deutschland können ich richtig lesen und schreiben.

00:14:51: Wir haben Schulklassen auch immer in meiner Nachbarschaft, indem wir wiederholen mindestens dreißig Prozent der Kinder die erste Klasse!

00:14:57: Wir haben unglaublich viele Kinder, die kommen in die Schule und können gar kein Deutsch Und das kann die Schule eigentlich gar nicht leisten mit dem System, den sie heute ausgesetzt sind.

00:15:05: Wir haben letztendlich immer mehr Brennpunktschulen.

00:15:07: auf der einen Seite haben wir Eltern also wir nicht aber Deutschland hat Eltern die viel Geld haben und ihre Kinder auf Elite Universitäten schicken wo ihnen Werte vermittelt werden sollen Disziplinen Ordnung wo es Frühsport gibt und alles andere andere Schulen, die ums Überleben kämpfen.

00:15:26: Wo twenty-fünf Verhaltenskreative Kinder in einer Klasse sind und der Lehrer kaum noch klarkommt und orientiert sich am mittleren Durchschnitt.

00:15:33: Und wer bleibt auf der Strecke?

00:15:34: Die stark oder die schwachen.

00:15:35: Dann haben wir sixty tausend Schulabgänger jedes Jahr, die ihren Schulabschluss nicht schaffen.

00:15:40: Das müssen wir uns mal auf der Zunge zergehen lassen, denn wir schreien nach Fachkräften.

00:15:44: Wir schreiben danach, dass wir zu wenig Menschen haben und dass wir viel zu viele Menschen im Sozialhilfebezug.

00:15:51: Aber es gelingt uns nicht, Menschen gerade Kinder zu stabilisieren und individuell zu fördern.

00:15:58: Und in letzter Instanz so zu qualifizieren, dass sie dann Teil dieser Gesellschaft werden.

00:16:03: Da ist das Bildungssystem in Deutschland sehr weit hinterher.

00:16:07: Ich glaube, es war noch nie so schlecht seit der Gründung der Bundesrepublik wie heute.

00:16:13: Vielen Debatten über Bildung drehen sich um Basiskompetenzen, um Vergleichsarbeiten, Digitalisierung Ganz Tag.

00:16:20: Sie reden aber dann über Essen, sie reden über Zuhören, sie rennen über Vertrauen, über Verlässlichkeit und Beziehung.

00:16:25: ist das ein Gegenprogramm oder kann man sagen dass es die Voraussetzung damit das andere gelingen kann?

00:16:33: Also ich gehe mal von wo an das her an die Sache ran.

00:16:37: nehmen wir mal dieses Social Media-Verbot über das wir gerade diskutieren.

00:16:40: ja Handyverbot in der Schule social media erst ab vierzehn oder ab sechzehn Und das ist aber die Lebenswelt unserer Kinder und Jugendlichen.

00:16:48: Vielleicht sollten wir viel mehr darüber nachdenken, wie können wir diese Dinge in den Alltag der Schule und Bildung mit einbringen?

00:16:54: Wenn ich heute in der zweiten dritten Klasse einen Kind frage und ich gehe auch mit meiner Frau ins Schulen um Sozialkompetenz zu vermitteln... ...und ich frage ein Kind, wievieles Neun geteilt durch drei?

00:17:04: Dann sagt das Kind keine Ahnung!

00:17:06: Aber wenn ich dem Kind sage, ich gebe dir neun Euro und ihr seid drei Kumpels, was bleibt denn?

00:17:10: Ja jeder drei Euro Und das hat viel mehr mit der Lebenswelt zu tun.

00:17:14: Wir überlegen, ein Social-Media-Verbot zu schaffen ab vierzehn Wissen aber dass man bei TikTok und Instagram erst ab dreizehnt rein kann.

00:17:21: Aber die Plattformbetreiber die kontrollieren das nicht richtig und vielleicht sollte mal diese Inhalte vielmehr in das Schulsystem mit einbauen werden.

00:17:28: unsere Kinder haben sich verändert im lauf der Zeit.

00:17:31: wir wissen alle dass Die Dinge die wir aufnehmen achtzig Prozent über unsere Augen gehen und wenn ich den ganzen Tag eigentlich am Bildschirm bin dann habe Ich gar nicht mehr die Kraft mich auf ein Frontalunterricht zu konzentrieren.

00:17:44: Das heißt nicht, dass ich den Bildschirm im Unterricht mehr gebrauchen soll aber zumindest von den Inhalten den Kindern begegnet und ich merke ganz stark sie haben anfänglich auf meinen Christsein angesprochen.

00:17:56: Wenn ich heute den Kindern sage, du musst an Gott glauben, dann zeigen sie mir einen Mittelfinger.

00:18:00: Aber wenn ich sage es gibt jemanden der eigentlich glaubt, denn das ist die gleiche Wahrheit aber aus einer anderen Perspektive nämlich aus ihrem Blickwinkel und wenn ich ihnen eine Geschichte erzähle von zum Beispiel David O'Golia, die ja jeder Mensch kennt Denn ist es im Prinzip ein Märchen und das hat mit ihnen nichts zu tun.

00:18:14: Aber wenn ich diese Geschichte erzähle und sage, wer sind denn die Riesen in deinem Leben?

00:18:18: Wer ist den Goliath in deinm Leben?

00:18:20: Können die Kinder mir ganz schnell aufzählen, Mobbing existenzielle Probleme und von da aus den Kindern zu begegnen.

00:18:26: Das würde unserem Bildungssystem helfen.

00:18:28: Ich könnte sagen, dass es im Grunde offen Schlagwort gebracht, Bildung durch Beziehung.

00:18:32: glaube ich so nennen Sie das ja auch oft

00:18:34: für dieses Jahr unser Motto genau.

00:18:35: Genau!

00:18:36: Für dieses Jahr Ihr Motto Bildung Durch Beziehungen.

00:18:38: Sind sie Einstellung oder so eine Erhaltung heute im Bildungssystem noch ein Exot, um das Wort wieder aufzugreifen.

00:18:45: Haben Sie das Gefühl dass das mittlerweile und es wäre meine These eigentlich mehr und mehr begriffen wird?

00:18:52: Also ich denke in Bildungssthemen sind gerade ganz viele Menschen Experten den Anführungsstrichen an überlegen.

00:18:59: wie können wir es besser machen.

00:19:01: Dann ruht man sich ein bisschen sehr aus auf die Vorzeigeschule, die wir alle haben.

00:19:04: Das haben wir übrigens in Marzahn-Hellersdorf auch.

00:19:06: Wir haben das beliebteste Gymnasium ist in Biestoff also ein Gebiet das zu Marzahen-Hellerstorff gehört.

00:19:12: aber wir haben eben diese Brennpunktschulen auch.

00:19:14: Davos brennt bei tausend zweihundert Schülerinnen und Schülern.

00:19:18: nur vier Sozialarbeiter sind in der Schule wo der Lehrer jeden Tag unglaublich eine Herausforderung gestellt wird unglaublich viele Kinder mit die gleichen Herausforderungen hat und damit gar nicht mehr klar kann.

00:19:30: Die Kinder werden nicht aufgezahlt in verschiedene Schulen, damit das Problem sozusagen sich besser löst und man nimmt nicht mehr so viel Rücksicht auf den Einzelnen.

00:19:39: Wir haben ja gute Beispiele ins Skandinavien wie Schule funktionieren können.

00:19:44: aber wir Deutschen tun uns immer ganz schwer im internationalen Vergleich und gucken da nicht hin und vielleicht wäre das mal hilfreich bei der Kapitalrente aus dem schwedischen Modell nachzudenken, sondern vielleicht auch mal nach Finland und nach Dänemark nach Läuwegen zu gucken.

00:19:59: Und schauen wie könnte es auch funktionieren an anderen Orten?

00:20:02: Wo können wir uns ein Best Practice Beispiel holen?

00:20:05: War ja vor zwanzig Jahren nach der ersten PISA-Studie ganz innen nach Skandinavien zu schauen was machen die eigentlich?

00:20:11: das ist so bisschen.

00:20:12: da sind wir ein bisschen von abgekommen tatsächlich An der Stelle dort hinzuschauen Auch weil dann nicht alles geklappt hat muss man fairerweise sagen Vielleicht auf dieses Thema Beziehung noch mal.

00:20:21: Sie haben zu Beginn unseres Gesprächs gesagt, es liegt oft an den Männern die nicht in der Familie bleiben und die Stabilität nicht geben.

00:20:32: Das ist auch ein bisschen was.

00:20:33: da habe ich das Biografische wieder bei Ihnen durchgehört an dieser Stelle weil sie selber ja auch erlebt haben diese Instabilität von Beziehungen kann man ein bisschen sagen.

00:20:43: es geht bei ihnen auch darum vielleicht gerade Jungs zu helfen, damit in der nächsten Generation stabilere Persönlichkeiten Männer rauskommen die vielleicht auch stabilere Familien ermöglichen.

00:20:54: Also meine Beobachtung ist schon dass wir an vielen Stellen auf eine Generation von jungen Männern von Männern zulaufen die sehr viel größere Probleme hat als junge Frauen und Frauen.

00:21:11: Ich weiß gar nicht, ob ich das so differenzieren möchte.

00:21:13: Natürlich braucht neue Männer, braucht das Land gar keine Frage und da braucht es auch gerade stabile Jungs und auch ein Wertesystem dass gerade Jungs wieder nach vorne bringt.

00:21:25: denn unser pädagogisches System ist ja nun mal auch sehr stark von Frauen dominiert weil Männer nicht unbedingt in pädagorische Bereiche gehen weil eben auch ganz schnell dieser Vorwurf des Pädophilen oder des an Kind interessierten und das schreckt natürlich auch viele Menschen ab in diese Richtung zu studieren.

00:21:43: Wir brauchen allgemeinen starke Kinder in unserem Land und da braucht es natürlich viele Jungs, die stark sind.

00:21:48: wir brauchen aber auch viele Mädchen, die Stark sind.

00:21:50: Und wenn ich aber schon in der Grundschule weiß was meine Perspektive ist und Ich gehe mal auf die Gewaltstatistik der Kriminalpolizei ein Die sagt dass sie Gewaltbereitschaft unter Kindern unter vierzehn Jahren immer größer wird, aber nicht weil wir immer mehr Kulturen in unserem Land haben die als Status die Bohlenmesser einer Tasche haben sondern weil die Perspektive für die Zukunft fehlt.

00:22:11: unsere jungen Leute wollen Deutschland verlassen und nicht nur weil sie Erfahrungen im Ausland sammeln wollen, sondern weil sie eben merken in diesem Land funktioniert es nicht mehr so gut.

00:22:20: Und ich wünsche mir da vielmehr dass wir einen großen Fokus auf das Bildungssystem legen.

00:22:26: Wir haben keine Bodenschätze in Deutschland aber wir haben Kinder.

00:22:29: und dann lass uns doch verdammt nochmal diese Kinder so investieren, dass die sich wie der Bildungsminister in Finland mir das mal sagte Kinder in Finnland wie Könige behandelt werden.

00:22:38: Und das wäre doch mal so eine Maßnahme, wenn wir unsere Kinder in Deutschland in den Schulen zumindest die Könige behandeln dann werden wir auch ein Ergebnis haben wo wir tatsächlich sagen können Kinder sind die Zukunft der Gesellschaft.

00:22:49: Ich würde gleich gerne zur Bildungspolitik zurückkommen aber vorher nochmal fragen man sieht ja schon auch in Krisensituationen oder in sozial schwierigen Situationen.

00:22:59: viele starke Eltern Das sind meistens die Mütter die dann stark sind.

00:23:03: sie Selbe gesagt, wir erleben sie die Eltern in der Arche.

00:23:08: Sind das Eltern?

00:23:09: Die überfordert sind oft durch ihre Lebenssituationen, die einfach auch nicht können an manchen Stellen oder auch manchmal die nicht wollen.

00:23:20: Wir erleben Sie die Eltern.

00:23:22: also das muss man auch wieder differenziert sehen.

00:23:24: Wir sind ja ein Land, dass eine große Herausforderung hat mit der Armutvererbung.

00:23:29: Wir brauchen in Deutschland fünf Generationen aus der Armuth herauszukommen.

00:23:32: Das heißt also In der Arche arbeiten wir häufig schon mit den nächsten Generationen und übernächsten Generationen von Menschen, die so aufgewachsen sind wie die Kinder, die jeden Tag in die Arche kommen.

00:23:41: Das heißt denen fehlt häufig Perspektive.

00:23:44: Auf der anderen Seite haben wir in Marzahn-Hellersdorf den Bezirk, der die meisten Aufstocker von ganz Deutschland hat.

00:23:50: das heißt also es sind überwiegende Alleinerzehnte, die gehen arbeiten müssen neben ihrer Arbeit weil sie eben Kinder haben auch nur zum Jobcenter Rennen und Geld beantragen um ihr Leben zu alimentieren.

00:24:00: Und ich hatte vor einigen Jahren mal gefordert, dass das Leben nicht mehr alimentiert wird.

00:24:04: Dass die Frauen und Männer nicht zum Jobcenter laufen müssen um ihr Geld zu beantragen, sondern dass man es direkt an den Arbeitgeber überweist damit letztendlich das Jobcenter entlastet ist und der Arbeitnehmer, also sprich der Alleinerziehende dann mehr Perspektive und Würde hat und das würde helfen.

00:24:20: Ich glaube, diese Probleme, die ich auch häufig schon seit Jahren anspraye, sind nicht in erster Linie das Geld, das fehlt sondern wir haben hier in Deutschland auch kaum existenzsichernde Arbeitsplätze für Alleinerziehende.

00:24:31: Da muss man nachjustieren, da muss man auch mal mit großen Unternehmen reden ob die vielleicht sich auch Firmen-Kitas einrichten können damit die Kinderbetreuung letztendlich dort besser werden kann.

00:24:41: es also ein gesamtgesellschaftliches Problem wo man nicht nur die Politik verantwortlich machen kann das irgendwas schief gelaufen ist keine Frage.

00:24:47: sie müssen ihre Handbedingungen schaffen damit es gut funktioniert.

00:24:50: aber es kann ja auch nichts sein dass ein Kind Berlin sein Abitur macht, nach München geht und dort für das Abituur ausgelacht wird.

00:24:58: Also dieses förderale System ist auch nicht unbedingt hilfreich für die Entwicklung unserer Kinder.

00:25:03: Rück zur Politik!

00:25:04: Und jetzt kommen vielleicht der nächste Punkt wo man sie als Exot sehen könnte.

00:25:08: Sie wollen ja selbst jetzt auch sich ins Berliner Abgeordnetenhaus wählen lassen?

00:25:13: Sie kandidieren?

00:25:15: Jetzt könnte man denken wahrscheinlich für Die Linke womöglich für die SPD oder die Grünen?

00:25:22: Nein, für die CDU.

00:25:24: Herr Siegelko Exot?

00:25:26: Wie passt das zusammen?

00:25:28: Alles was ich bisher gehört habe, hätte ich jetzt nicht unbedingt mit der CDU Sozial- und Bildungspolitik zusammen.

00:25:34: Alles, was Sie von mir hören ist wertorientiert und passt eigentlich in jede Partei.

00:25:39: Und muss in jeder Partei passen ob die jetzt links ist oder ob sie stärker rechts ist.

00:25:43: wenn wir den Fokus auf unsere Kinder lenken hat das mit Politik weniger zu tun als mit klugen Menschenverstand.

00:25:49: denn letztendlich sagen wir mal Kinder sind die Zukunft der Gesellschaft erstmals jetzt die Gegenwart und was ich heute nicht investiere kann ihr morgen nicht rausholen.

00:25:56: Ich bin in die CDU eingetreten.

00:25:57: ich hätte auch in die SPD eintreten können.

00:25:59: aber Wenn man heute Politik macht, muss man sich verschiedene Dinge überlegen.

00:26:05: Nicht so viele Kompromisse machen und sie müssen bei jeder Partei Kompromiss machen, weil ich glaube dass kein Wähler heute genau sagt meine Stimme kriegt hundertprozent diese Partei.

00:26:14: Weil die macht alles richtig?

00:26:15: Ich möchte gerne in einer Partei sein, die Regierungsverantwortung hat gar keine Frage.

00:26:19: Weil ich möchte etwas verändern.

00:26:20: Ich möchte mitreden.

00:26:21: Ich Möchte die Themen an den Mann und an die Frau bringen.

00:26:24: Und als ich zwei tausend vierundzwanzig mein zwölftes Buch veröffentlicht habe das Verbrechen an unseren Kindern Da hab ich gedacht jetzt wird die Politik kommen und sagen hey du benennst hier Probleme gibt es aber auch Lösungsvorschläge?

00:26:35: Wir reißen die erst mal den Schädelapfel, das was du da anklagst.

00:26:38: Es kam niemand.

00:26:39: und dann merkte ich so...

00:26:41: Aber es kam auch keiner zum Gratulieren?

00:26:43: Es kam auch keine zu gratulieren.

00:26:44: ganz im Gegenteil.

00:26:45: alle haben ihr Mund gehalten, beide gesagt ihr Maul gehalten weil das hat mich schon sehr gewohnt.

00:26:49: Dann sah man ein bisschen den Zusammenbruch der Ampel und dann hat mich das sozusagen angefixt dass ich gesagt habe ich hab so die Schnauze voll von einem Damals fast dreißigjährigen Kampf gegen Kinder haben und nichts passiert, weil alle die Fakten nicht sehen wollen.

00:27:07: Die wollen auch die Lösungsansätze nicht hören.

00:27:08: Jetzt gehe ich in die Politik und versuche das selber zu verändern.

00:27:11: Und habe mich dann entschieden, in die CDU zu gehen?

00:27:13: Ist es nicht die sozialste Partei?

00:27:15: aber heute bin ich das soziale Gewissen der CDU und das werde ich auch durchsätzlich.

00:27:19: Es gibt Leute auch in der Partei, die Angst haben dass sich ins Abgeordnetenhaus gewählt werden.

00:27:24: Der Mann lässt sich sein Mund nicht verbieten, der wird auch auf den Tisch schauen und wir Dinge machen.

00:27:28: Ich habe einunddreißig Jahre lang Klartext geredet.

00:27:31: ich muss mich nicht verändern.

00:27:33: wenn ich jetzt in die Politik gehe und werde zum Parteisoldat dann hab' ich den Ruf, den ich mir einund dreißig jahrelange aufgebaut habe.

00:27:40: Den werde ich mit Füßen treten und das wird mir nicht passieren.

00:27:43: Das wäre nämlich meine nächste Frage gewesen riskieren Sie jetzt eigentlich nicht ein Stück weit Ihre Unabhängigkeit ihre Glaubwürdigkeit die Rolle des unbequem Außenseiters?

00:27:52: Nö!

00:27:53: Das halten sie dann werden Sie ein toller Fraktionskollege für einige werden, glaube ich.

00:27:58: Also ich werde bestimmt sehr unbequemer für einige Werden auch in meiner eigenen Partei weil ich weiß natürlich auch gerade mit bei vielen Debatten gerade wo ich manchmal die Welt nicht verstehe wenn es um Minijobs und andere Dinge geht.

00:28:08: Ich will nicht gleich alles totreden was das finde ich ganz schlimm an der jetzigen politischen Debatte.

00:28:12: da werden Reform auf den Marktgeschmissen, die vielleicht nicht alle völlig ausgereift sind.

00:28:18: Über die man beim Umsetzen auch noch überlegen muss.

00:28:21: Manche Dinge sind einfach überhaupt nicht überlegt wie zum Beispiel die Minijobs.

00:28:24: da wird die Gastronomie ganz stark drunter leiden.

00:28:27: Da werden auch wir, da werden viele Rentner darunter leiten jetzt nebenbei Minijob machen um ihre Rente aufzubessern.

00:28:32: Da haben einfach nicht die richtigen Leute überlegt Und das liegt einfach daran, dass viel zu wenig Menschen aus der Praxis, aus der Basis in der Politik sind.

00:28:39: Da sind häufig Akademiker da sind Leute die haben Politikwissenschaft studiert und Sigmar Gabriel hat vor kurzem beharrt.

00:28:45: aber fair gesagt in den normalen Parteien also dem Parteien der Mitte sind kaum noch Handwerker, kaum noch Polizisten, kaum doch Krankenschwestern.

00:28:56: Die finden sich dann nicht wieder.

00:28:57: Das sind nur noch Leute die studiert haben und Wolfgang Busbach hat vor Kurzem mit mir eine Veranstaltung gemacht Wünschte mir, dass die Menschen die Politik machen mindestens fünf Jahre mal in einem normalen Beruf gearbeitet haben um zu verstehen über wen sie Entscheidungen treffen.

00:29:14: Und dann werde ich auch an der Politik ein unbequemer Mensch sein und versuchen meine Themen an die Mann zu bringen.

00:29:19: Ich höre ganz oft – ich bin ja jeden Tag auf dem Straßenweilkampf weil ich diese Bürgernähe suche – sagen die Leute immer zu mir was willst du denn als Einzelner erreichen bei diesem ganzen Parteigedöns?

00:29:29: Und dann sage ich, wenn ich so vor einigen Jahren bei der Gründung der Arche herangegangen wäre und gesagt hätte, ich kann nichts verändern.

00:29:36: Dann hätte ich gar nicht anfangen dürfen.

00:29:38: Aber ich war damals vor einem Dreißig Jahre eine Einzelpersonen und heute ist die Arche eine so große Organisation, die in Deutschland kaum noch wegzudenken ist.

00:29:46: Und immerhin muss man ja auch sagen, die CDU hat sie auch aufgestellt.

00:29:50: also Ich meine es ist ja nun mal so beinahe Kandidatur.

00:29:54: So ganz ohne Partei geht's ja dann auch nicht.

00:29:56: Also müssen Sie doch auch irgendwas berührt haben dort.

00:30:00: Also, weil sonst wären sie ja auch, sage ich mal am Parteiapparat irgendwie gescheitert.

00:30:06: also zumindest ist es so man hat nicht alle Türen von innen verrammelt und gesagt geh weg Segelko.

00:30:12: Ja, manche Kritiker werfen mir auch bei Social Media vor dass die CDU mich für den Karren spannend.

00:30:16: das hat sie nie gemacht.

00:30:17: Ich habe aber nicht das Gefühl, dass die die CDU sich sozusagen pusht was auch nicht schlimm ist, weil die wissen natürlich auch ich bin ja ein Kämpfer keine Frage und ich mache auch meinen Wahlkampf Spreche auch mit die Bürgerinnen und Bürgern jeden Tag über ihre Anliegen, die ich sehr gut verstehen kann.

00:30:31: Weil ich liebe selber im Brennpunkt.

00:30:33: Ich habe selber die Herausforderung.

00:30:34: Ich bin selber Unternehmer.

00:30:36: Und wenn ich mit einem Unternehmersprecher, der sieht mich natürlich ganz anders an als Unternehmer mit vierhundert Angestellten und soviel Verantwortung und so viel Geld was wir letztendlich umsetzen müssen.

00:30:46: aber ja natürlich hat sich die CDU aufgestellt und bestimmt auch bestimmte Erwartungen.

00:30:52: Mit manchen werden sie sicherlich nicht rechnen, aber wenn Politik sich nicht verändert und ich rede auch in der Öffentlichkeit sehr stark darüber dass wir eine Veränderung in der Politik brauchen.

00:31:01: Eine Politik zwei Punkt Null wo nicht der Politiker des Staatsoberhauptes sondern der Staatsdiener so wie es früher mal war Politik aus der Mitte der Gesellschaft kommt.

00:31:11: Und ich wieder zurückkomme auf dieses große Wort von Martin Luther, der gesagt hat wir müssen den Volk aufs Maul schauen und das müssen wir dringend in der Politik tun.

00:31:19: Sonst werden wir noch mehr die Ränder besetzen, die gar keinen Wahlkampf machen müssen sondern die nur von den Fehlern von uns profitieren.

00:31:27: Haben Sie das Gefühl mit unserer Gesellschaft?

00:31:30: In der Politik außerhalb besonders Verbündete gibt es Menschen, die sie besonders bewundern, Menschen ähnlich unterwegs sind.

00:31:40: Wie Sie?

00:31:42: Also das Wort bewundern mag ich nicht, weil ich mich dich selber als ein besonders besonderen Menschen sehe.

00:31:48: Ich denke dass jeder Mensch etwas verändern kann in seinem Umfeld wenn er das dann machen will.

00:31:51: Klar habe ganz viele Orden bekommen in der Vergangenheit.

00:31:55: bei dem einen oder anderen hab ich so überlegt den abzulehnen weil ich gedacht habe man wird von Startseite mit so einem Ordner eher ruhig gestellt.

00:32:01: aber es gibt viele Menschen die auch zum Beispiel der Arche gefolgt sind.

00:32:04: Viele die mir heute sagen wir haben eine ein Verein gegründet die Archons angefixt hat.

00:32:10: Ich habe ganz viel Reaktion auf mein erstes Buch, Deutschland vergessene Kinder bekommen wo Leute gesagt haben das hat mich aufgefordert auch etwas zu tun

00:32:18: und ich meinte gerade er umgekehrt.

00:32:20: also Leute wie Sie bewundern im Sinne von wo sie sagen Mensch diese Personen tun das Richtige für unser Land die tun das richtige gegen Bildungsarmut.

00:32:31: Also Leute bei denen sie sagen Das sind echte Mitstreiter von mir.

00:32:36: Ich habe eine ganz große Hochachtung vor den vielen Ehrenamtlichen in Deutschland, die sich jeden Tag den Arsch aufreisten, damit dieser Sozialstaat überhaupt funktioniert.

00:32:44: Und ich hab mal überlegt wenn die alle weggehen und das sind übrigens ein Drittel unserer Bevölkerung die ehrenamtlich sind, also fast dreißig Millionen Menschen, die irgendwo eine ehrenamtliche Tätigkeit macht.

00:32:55: Das sind meine große Vorbilder.

00:32:57: Menschen in unserer Gesellschaft nicht den Kopf in die Sand stecken und sagen es ist alles Scheiße.

00:33:00: wir sind in dieser Untergangsstimmung, die sie oft auf der Straße einfangen sondern ich tue was für meinen Mitmenschen.

00:33:06: Ich bin die pensionierte Lehrerin, ich gehe noch mal in die Schule mache Nachhilfe für die Kinder oder ich putze die Kindereinrichtung weil ich eine Aufgabe möchte.

00:33:14: Ich habe gestern beim Straßenwahlkampf auf der Strasse eine Frau getroffen.

00:33:18: Ich komme jetzt auf Sie zu, nicht als der Politiker.

00:33:21: Sondern ich habe Hummeln im Hintergrund.

00:33:22: Ich bin siebzig Jahre alt und möchte etwas tun.

00:33:24: Darf ich Sie in der Arche unterstützen?

00:33:26: Und ich sage wow!

00:33:27: Wie schön wenn Leute noch was tun wollen die nicht für ihre Rente noch arbeiten müssen nebenbei sondern die bereit sind etwas zu tun.

00:33:33: und das sind meine großen Vorbilder.

00:33:35: Haben Sie sich schon mal mit Karin Prien ausgetauscht als Bildungsministerin, Familienministerin Wenn man mit der redet?

00:33:43: Die sieht auch immer stärker die Verbindung von Bildung und Beziehung, von Bildungs- und Familienförderung.

00:33:50: Jetzt könnte man sagen aktuell wenn man sich anschaut wie es um die Familienförterung in der Regierung aussieht.

00:33:56: Brückt sich das nicht in Zahlen aus oder drückt sich dass nicht in Handlungen aus?

00:34:00: Es hat vielleicht nicht nur mit Karin Prien zu tun sondern auch mit der allgemeinen Stimmung in der Koalition.

00:34:06: aber tauschen sie sich mit Politikerinnen aus darüber.

00:34:10: Also ich denke, dass viele der ehemaligen Familienminister meine Bücher gelesen haben.

00:34:15: Denn ich höre immer wieder Zitati die aus meinem Büchern stammen, wo zwar nicht erwähnt wird das hat Bernd Secklko gesagt aber wenn man es genauso ohne Punkt und Komma oder mit Punkt und Kommer sagt wie er es geschrieben habe dann weiß ich schon, dass sie sich damit auch beschäftigen.

00:34:26: Mit Karim Prien hatte ich noch keinen großen Austausch Aber ich war in den letzten Jahren sehr oft Sachverständiger am Deutschen Bundestag, im Landtagen.

00:34:33: Wo es gerade jetzt um den neuen Armutsbericht geht und wo es um die Fehler von Corona ging, weil wir waren ja die einzige Organisationen in Deutschland, die am Lockdown an den Türen der Menschen waren jeden Tag.

00:34:45: Da habe schon viele Menschen kennengelernt auch Politikerinnen.

00:34:49: Die Bildungssenatorin in Berlin ist mir natürlich sehr bekannt, weil sie gehört auch zu meinem Kreisverband, indem ich innerhalb der CDU bin auch bevor sie Senatoren war, hat sich hin und wieder die Arche besucht.

00:34:59: Und wir haben dort ausgetauscht.

00:35:02: Aber natürlich ist es sehr schwierig einen Menschen zu besuchen der jeden Tag mit den Problemen dieses Landes konfrontiert ist, der vielleicht nicht nur Exot sondern in manchen Bereichen auch Experte ist.

00:35:15: Wenn der irgendwelche Dinge sagt dann kann man das positiv sehen, kann aber auch als Herausforderung sein dass das Politik schaden könnte.

00:35:23: deswegen habe ich die Fachleute bei mir in der Vergangenheit gab, die mit mir austauschen wollten.

00:35:29: Die gab es allerdings auch keine Frage und noch nicht nur von der CDU, aber auch von anderen Parteien.

00:35:34: das muss man auf faire Cyber gestehen.

00:35:36: Aber manchmal ist Politik aus sehr weit weg.

00:35:39: Zum Schluss nochmal persönlich gefragt in Segelko nach all den Jahren ein dreißig jahren Arche noch mehr Jahre diese sich für Kinder gegen Kinderarmut einsetzen.

00:35:49: sind sie optimistischer geworden oder pessimistischer?

00:35:54: Ich bin nicht optimistischer geworden, obwohl ich ein Pastor bin und eigentlich immer einen ganz großen Glauben haben sollten.

00:36:01: Den habe ich aber vor allem nicht in Politik, sondern die habe ich vor allem darin, Menschen zu sehen, die sich in andere Menschen investieren.

00:36:09: Und wenn ich unsere Kinder angucke... Wir hatten in den letzten einem Dreißig Jahren etwa hunderttausend Kinder gehabt, die durch unsere Einrichtung gelaufen sind.

00:36:17: Ich habe gerade das zehnte ehemalige Archekind als Erzieherin in unsere Haupteinrichtung eingestellt.

00:36:23: Es sind häufig Kinder, die als Kinder schon gewusst haben.

00:36:26: ich hab keine Chance und ich bin schlecht in der Schule aber heute gesellschaftfähig sind heute ein Teil oder ihr Beitage dieser Gesellschaft leistet?

00:36:34: oder dieses eine Mädchen die jetzt heute bei uns arbeitet die wirklich alles durch hat.

00:36:38: die kam schon als zweijährige zu uns Kriseneinrichtungen, Drogen abhängige Eltern und alles Mögliche.

00:36:44: Sehr große Herausforderung!

00:36:45: Und sie arbeitet heute in der Arche.

00:36:46: Als ich Sie gefragt habe wie geht es dir jetzt?

00:36:48: Da sagte sie als Kind war die Arche meinst nach Hause.

00:36:51: Heute bin ich angekommen und dann lohnt sich jeder Einsatz.

00:36:55: Was aber eben auch heißt dass Sie nicht glauben das die Archer jetzt bald überflüssig wird.

00:37:00: an dieser Stelle auch wenn Sie sich wünschen würden eine Frage die ich in diesem Podcast immer gerne am Ende stelle Herr Sigelkow wenn Sie nur einen Wunsch frei hätten an die deutsche Bildungs Und in dem Fall auch Sozialpolitik.

00:37:13: Nicht drei, nicht zehn – einen einzigen Wunsch!

00:37:16: Welcher wäre das?

00:37:18: Das Bildungssystem soll sich am Kind orientieren und nicht umgekehrt.

00:37:23: Das war eine Folge von Viada Wundertsich mit Bernd Segelko Gründer der Arche über Kinderarmut, Bildung durch Beziehung Schule, Bildungs- und Sozialpolitik und auch über seinen eigenen Schritt in die Politik.

00:37:37: ganz herzlichen Dank für das Gespräch.

00:37:40: Sehr gerne

00:37:41: Ja und wenn Ihnen das Format gefallen hat, sagen Sie es mir gerne in der Kommentarspalte.

00:37:45: Auch wenn Ihnen was nicht gefallen hat freue ich mich über Hinweise, Kritik, Widerspruch, Ergänzung.

00:37:51: Wenn sie Ideen haben Anregungen Vorschläge für Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner die Sie gern mal weil wir ja da wundert sich hören würden auch sehr gern Und damit sage ich bis zum nächsten Mal auf Wiederhören Machen Sie's gut!

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