Wiarda wundert sich_29_Bruhn
Shownotes
NEIN, sagt Zarah Bruhn, in die Politik habe sie nie gewollt. Dann kam der Anruf aus dem Forschungsministerium: Ob sie nicht die Rahmenbedingungen für soziale Innovationen verbessern wolle? Bruhn, Mit-Gründerin des Sozialunternehmens "SocialBee", hatte jahrelang aus erster Hand erlebt, wie schwer es Geflüchteten und Migranten gemacht wird, in Deutschland Arbeit zu finden – und wie groß zugleich die Hürden für Unternehmen sind, sie einzustellen. Also sagte sie zu.
Wenig später saß Bruhn als Beauftragte für soziale Innovationen im damaligen BMBF. "Ich kam da an, hatte zwei Schnurtelefone und auf meinem Tisch ganz viele Aktenordner und Umlaufordner", erzählt sie in einer neuen Folge von "Wiarda wundert sich". Sie habe eine "neue Dimension von Bürokratie" erlebt. Mehr Verständnis dafür habe sie nicht entwickelt. Wohl aber eine noch größere Sensibilität dafür, wie sehr Bürokratie "den Alltag von Deutschland aufhält".
Heute ist Bruhn Innovationsmanagerin bei SPRIND.Society, dem neuen Bereich der Bundesagentur für Sprunginnovationen für gesellschaftliche Durchbrüche. Es geht um Sozialstaat, Bildung, Demokratie, Staatsmodernisierung und um Start-ups, die nicht nur nette Projekte machen, sondern laut Bruhn das Leben von "Millionen Menschen" verbessern und dem Staat "Milliarden" sparen sollen.
Reichlich hochgesteckte Ziele. Zu hoch? "Wir müssen groß denken, auch in gesellschaftlichen Fragen", sagt Bruhn und spricht von "gesellschaftlichen Moonshots". Was das konkret heißt? Bruhn erzählt von Bürgerfrust, der nicht einfach nur gesammelt, sondern bearbeitet werden soll. Von KI-gestütztem Mathematikunterricht, der Lehrkräften zeigt, wo einzelne Kinder beim Rechnen hängenbleiben. Und von Plattformen, die den Sozialstaat aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger neu denken: einfacher, verständlicher, weniger einschüchternd.
Eines der ersten großen Projekte von SPRIND.Society geht an diesem Montag in die nächste Phase: der von SPRIND.Society und Bundesdigitalministerium gestartete Bürger-Hackathon "Deutschland, was geht?". Auf der gleichnamigen Website können Bürgerinnen und Bürger ab heute den "Deutschland-Report" einsehen. Aus 28.000 Einreichungen zu Bürokratiefrust hat SPRIND zentrale Thesen extrahiert, die jetzt zur Abstimmung stehen. Im Anschluss gibt es einen Wettbewerb: Tech-Teams reichen zu den meistgewählten Bürgerproblemen ihre Lösungsideen ein.
In drei Jahren, sagt Zarah Bruhn, hätte sie gern die ersten drei "Impact-Unicorns" für Deutschland: Sozialunternehmen, die nicht nur einzelne Lebensgeschichten verändern, sondern ganze Systeme. Ist das der Optimismus, den das Land braucht – oder schon zu viel des Guten?
In jedem Fall ist Bruhn sehr konsequent, was die Dimensionen ihrer Pläne und Wünsche angeht. Und wenn sie nur einen Wunsch hätte? Dann würde sie beim Bildungsföderalismus und dessen Reform ansetzen. Bildung sei für sie "die wichtigste und die größte Sprunginnovation in die Zukunft".
Transkript anzeigen
00:00:03:
00:00:14: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Viada Wundert sich.
00:00:18: Ein Fragensteller, ein Gast, ein aktuelles Thema der Fragenstelle das finde ich ja.
00:00:22: Martin Viadat Journalist für Bildung und Wissenschaft.
00:00:24: mein Gast heute ist Zarabun Gründerin von SocialB, frühere Beauftragte für soziale Innovationen im damaligen BMW F und Heute Innovationsmanagerin bei Sprint Society dem neuen Bereich der Bundesagentür für Sprung Innovationen, für gesellschaftliche Durchbrüche.
00:00:40: Hallo und herzlich willkommen Zara Brun!
00:00:43: Hallo ich freue mich hier zu sein.
00:00:45: Zara bevor wir zur Sprint Society und die Idee dahinter kommen du hast ja wirklich einen ganz spannenden auch ein bisschen ungewöhnlichen Weg schon hinter dir.
00:00:53: Du warst Studentin oder bist von der Studentin zur Sozialunternehmerin geworden.
00:00:57: Unternehmen namens Social Bee was es auch immer noch gibt ist ins BMPF gewechselt.
00:01:02: und jetzt zur Sprints.
00:01:04: Was ist für dich so die Verbindung, das Verbindende zwischen diesen Stationen?
00:01:10: Also retrospectiv kann man natürlich immer sehen macht es alles total Sinn erst vom Start-up in die Politik und jetzt sozusagen bei der Sprint sowohl die ganzen anderen Social Startups.
00:01:22: Fördern und unterstützen, insbesondere dass sie es leichter haben auch ihre Produkte Dienstleistungen für die Gesellschaft zur Verfügung zu stellen.
00:01:31: Aber damals natürlich noch nicht.
00:01:32: ich war einfach Studentin habe an der TU München studiert ausgegründet als eine ganz wenigen im Social Impact Bereich zur Integration von Geflüchteten.
00:01:41: also wie hilft man Unternehmen ganz einfach und unkompliziert Flüchtlinge einzustellen?
00:01:45: keine Bürokratie wir unterstützen bei Qualifizierung Betreuung usw.
00:01:50: Und haben das eben sehr erfolgreich gemacht über die letzten zehn Jahre und habe dann plötzlich einen Anruf aus dem Ministerium bekommen, weil ich mich sehr für Sozialunternehmen eingesetzt hab.
00:02:00: Wir hatten wahnsinnig viele Startschwierigkeiten im Vergleich zu Tech-Startups Und habe immer gesagt, wir müssen die Rahmenbedingungen verbessern.
00:02:07: Dann habe ich einen Anruf bekommen aus dem BMBF, willst du nicht die Rahmen bedingungen verbessern?
00:02:12: Ich konnte dann natürlich nicht nein sagen.
00:02:14: wo der erste Beauftragte ohne Parteibuch quer einsteigeren saß plötzlich im Ministerium und hab eigentlich gesagt, wenn nie in die Politik, konnte aber da natürlich viel mitgestalten in der letzten Legislaturperiode Und hab da auch die Sprinten kennengelernt, also wirklich ein Vehikel was Hoffnung macht für Deutschland.
00:02:32: Was Innovation wahnsinnig mutig vorantreibt und habe immer gesagt hey Sprints sollte doch mal Social Impact Startups fördern.
00:02:41: und mit dem neuen Sprint Freiheitsgesetz das ja auch kam durften wir es dann auch.
00:02:45: und dann habe ich einen Anruf von Rafael Laguna bekommen willst du nicht bei uns dann die soziale Innovation aufbauen?
00:02:52: Und genau das mache ich jetzt!
00:02:55: Jetzt bist du gleich natürlich zu Sprint gesprungen.
00:02:58: Ich würde gerne noch mal zurückgehen zur Social Beat, das finde ich wirklich eine ganz spannende Geschichte zu sagen.
00:03:04: es gibt Geflüchtete, es gibt Migrantinnen und die sind ein unheimliches Potenzial für den Arbeitsmarkt, für die Gesellschaft.
00:03:13: was gesagt mit möglichst wenig Bürokratie die Menschen in die Arbeit im Arbeitsmarkt bringen.
00:03:19: Was hast Du dabei gelernt über Deutschlands?
00:03:22: Verwaltung, Bürokratie.
00:03:25: Vielleicht die guten Absichten aber auch die Grenzen der guten Absicht?
00:03:30: Ja ich wurde damals ins kalte Wasser geworfen.
00:03:33: Ich hatte keine Ahnung wie man Flüchtlinge einstellt integriert bei Unternehmen.
00:03:36: was hatte ja niemand so richtig.
00:03:38: Es gab diese große Schlagzeile.
00:03:39: Neunundzwanzig Dachsunternehmen haben insgesamt vier Geflüchtete eingestellt und ich habe gedacht, wenn es wirklich so kompliziert ist für die Unternehmen vielleicht kann man eben ein Dienstleister gründen der das so einfach macht wie möglich damit mehr Flüchtlinge in Arbeit kommen.
00:03:53: Und so einfach Macht.
00:03:54: gemöglich bedeutet natürlich vor allem sich einmal durch den Bürokratie-Dschungel durchzufuchsen.
00:04:00: Das heißt unterschiedliche Länder unterschiedliche Prozesse auch regionale Unterschiede dann natürlich Auslegungssache von individuellen Einzelfällen, sehr viel Unklarheit und Intransparenz für die Unternehmen.
00:04:14: Wer darf eigentlich arbeiten?
00:04:17: Dürfen die Menschen bleiben?
00:04:18: Also viele Sorgen auf der Unternehmensseite.
00:04:21: Sie konnten wir den Unternehmer natürlich auch nicht... bis ins letzte Detail ausräumen, aber oft muss man ja einfach nur die Verwaltung dahinter beherrschen.
00:04:28: Das heißt wir haben selber Arbeitserlaubnis, da haben wir beantragt Eindliederungszuschüsseförderung, haben die Unternehmen dann einmal in die Hand genommen und einmal die ganze Bürokratie für sie erledigt.
00:04:38: das war natürlich wahnsinnig mühsam Aber für eine Vielzahl der Fälle war es viel einfacher, als wenn jedes Unternehmen teilweise selber einen Integrationsbeauftragten eingestellt hat.
00:04:48: Damit sie ein zwei drei Menschen mit Fluchtintergrund einstellen konnten und das war eigentlich die Realität damals.
00:04:55: Was wir natürlich auch erlebt haben im Bereich Staat und Verwaltung ist dass wir gemerkt haben, dass gerade die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen also da Jobcenter und Unternehmen hatten sehr große Hürden, irgendwie zusammenzukommen.
00:05:09: Und wir haben immer versucht diese Brücke zu schlagen.
00:05:11: Wie macht man es auch der Verwaltung einfacher?
00:05:14: Dass sie Potenziale bei Geflüchteten erkennen.
00:05:17: Bei den Unternehmen aber auch wie rekrutiert man eigentlich Geflüchtete?
00:05:20: die Bewerben sich nicht über die Beverbungsplattformen.
00:05:23: Die muss man vielleicht anders interviewn.
00:05:26: Man muss ein bisschen weniger oder zwischen den Zeilen lesen in den Lebensläufen, die es vielleicht noch gar nicht gibt.
00:05:32: Also es war ein großer, oder das ist bis heute teilweise eine große Herausforderung bis hin zur Anerkennung von Abschlüssen.
00:05:38: Kinderbetreuung also wirklich alles was man sich vorstellen kann waren natürlich Hürden und wir haben gesagt die müssen wir einerseits überwinden als Dienstleistungen aber auf der anderen Seite wollen wir auch dass die Verwaltung mit lernt.
00:05:50: Das heißt wir haben immer sehr engen und vertrauensvoll mit den Jobcentern gearbeitet bis heute um zu sagen wie können wir vielleicht euch die Arbeit leichter machen?
00:05:59: Wie können können ihr vielleicht auch von unseren Rekrutierungsprozessen profitieren.
00:06:05: Und am Ende ist es auch eine volkswirtschaftliche Rechnung, also mit dir geflüchteten Personen die wir eingestellt haben, haben wir dem Staat knapp siebzig tausend Euro gespart bei jeder erfolgreichen Integration in den ersten zwei Jahren wo wir auch direkt noch begleiten weil wir jemanden vom sozusagen Sozialleistungsempfänger zum Einstahler ins System machen.
00:06:26: Und ich habe mich gefragt, warum funktioniert es dann auch so ineffizient?
00:06:29: Warum gibt's so viele Hürden und wie können wir die Hürde abbauen.
00:06:32: Genau da wollte ich nämlich einhaken, warum gibt es jetzt diese Hürten?
00:06:35: ist das so dass einfach wie es insgesamt mit einer ineffektiven Bürokratie sowohl beim Staat als auch muss man sagen zum Teil bei Unternehmen zu tun haben?
00:06:45: oder fehlt eben doch um auf meine Frage zurückzukommen auch manchmal an guten Willen, an guten Absichten?
00:06:52: Also ich glaube, der gute Wille und die Absichten haben natürlich je nach Sachbearbeiterinnen waren die wahnsinnig positiv bis skeptisch.
00:07:01: Ich glaube da gilt es auch über einen Beziehungspflege ein gutes Verständnis zu machen.
00:07:07: Ich glaube aber schon, also die Behörden bei der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten haben uns schon sehr gewundert.
00:07:12: Also warum dauert so lange Arbeitserlaubnisse zu bekommen?
00:07:15: Warum werden Arbeitserlaubnisse strategisch entzogen beim Mitarbeitern, die ein zwei drei Jahre schon im Unternehmen sind?
00:07:22: Wir haben da auch Einerseits Wilke erlebt, auf der anderen Seite Intransparenz, dass teilweise eben neue Gesetzesbeschlüsse noch nicht umgesetzt wurden und wir dann die Behörden informiert haben.
00:07:32: Also es war einfach wirklich wahnsinnig mühsam!
00:07:35: Und ich glaube, die Intransparent ist ja das was die Unternehmen verunsichert, dass sie einfach nicht wissen, was heute gilt, gilt es morgen noch?
00:07:42: Und für welches Herkunftsland gilt eigentlich welche Regelung?
00:07:45: Das Risiko wollten Sie nicht eingehen, weil sie natürlich am Ende nicht sagen wollen wir wollen jemanden beschäftigen der keine Arbeitserlaubnis hat oder er bald wieder weg muss.
00:07:54: Wir haben einfach versucht dieses Risiko Teilweise war es nur ein gefühltes Risiko, aber abzupuffern.
00:07:59: Dadurch dass wir Transparenz geschaffen haben durch Erfahrungswerte und wir haben natürlich viele tausend Menschen bei der Arbeitsmarktintegration begleitet, viele Tausende Geflüchtete eingestellt da haben wir eine andere Sicherheit die wir den Unternehmen bieten können als wenn ein Unternehmen mit diesen einen Menschen einstellen möchte und einfach wirklich überfordert ist.
00:08:20: Als du dann ins BMBF kamst, ein bisschen ja auch die Seiten gewechselt hast plötzlich selber in einem Ministerium warst.
00:08:28: Hat das deine Sicht auf Bürokratie verändert?
00:08:31: Siehst du sie heute vielleicht mit ein bisschen mehr Verständnis noch oder vielleicht noch kritischer als zu der Zeit?
00:08:39: also nur bei Social Bee?
00:08:40: Also nur bei social bee was?
00:08:44: Ja, also es gibt ja zwei Arten der Bürokratie.
00:08:46: Die eine war bei dem Bereich Flucht-Migration und die andere war wirklich im Bereich der Förderung von Social Startups.
00:08:53: Wir haben in der Gesellschaft viel Geld gespart.
00:08:55: Haben aber die ganzen Startupförderprogramme waren wir nicht zulässig weil wir gemeinnützige Organisationen waren.
00:09:01: Das heißt, wir konnten uns damals nicht auf die Existförderungen bewerben, die fast jedes die fröhlichen Zahnbürstenabos neben mir bekommen haben.
00:09:09: Und ich dachte mir, wir integrieren hier Menschen und helfen ganz Deutschland voranzubekommen.
00:09:14: Warum sind klassische Starterprogramme für uns nicht zu?
00:09:18: nicht öffentlich zugänglich.
00:09:20: Und das hat mich wahnsinnig aufgeregt und da habe ich auch ganz viel gesprochen, und das wäre der Bereich den ich vor allem im BMBF damals mitgestalten konnte wie können wir Förderprogramme für Start-ups aufsetzen die sich für gesellschaftliche relevante Themen wie Bildung, Sozialstaat, Altersarmut all diese Themen einsetzen?
00:09:39: Wie können wir die Rahmenbedingungen verbessern?
00:09:42: Als ich in dem BMB F ankam es war natürlich erstmal ein Culture Clash Ich kam da an, hatte zwei Schnur-Telefone auf meinem Tisch.
00:09:50: Ganz viele Aktenordner und Umlaufordner hab für alles Papier bekommen und dachte mir musste mich erstmal reinfluchsen was es überhaupt heißt das alles auf die Leiter muss und dass man in Word Dokumenten tausend verschiedene Versionen rumschickt, die alle dann auf die leiter müssen.
00:10:06: also ja ich habe auch in der Verwaltung selbst eine neue Dimension von Bürokratie erlebt Die dritte Dimension
00:10:15: ob du dadurch mehr Verständnis entwickelt hättest, sondern eher noch stärker ein Gefühl dafür wie groß die Aufgabe ist vielleicht die Bürokratie zu verändern.
00:10:26: Fragezeichen.
00:10:27: Auf jeden Fall!
00:10:29: Ich habe ganz viele Menschen auch in den Ministerien, mit denen arbeite ich ja bis heute zusammen.
00:10:34: Alle haben da Lust was zu verändern oder viele und die kommen genauso wie in die Politik mit der Motivation für Deutschland etwas zu tun und dann eine riesige intrinsische Motivations.
00:10:44: Aber wir werden sehr schnell Teil des Systems, das sehr risikoavers ist.
00:10:47: Und dann sagt Anne hier müssen wir die Vorschriften noch beachten und die Vorschrift und sonst wenn wir hier für den Kopf hinhalten, dann kommen wir ans Gefängnis.
00:10:55: Das wollen wir auch der Leitung nicht zumuten.
00:10:57: also Einfach eine extreme hohe Risiko-Avasität und ganz, ganz viele Kriterien um dies zu berücksichtigen gilt.
00:11:05: Und deswegen das Verständnis für die Bürokratie ist nicht gewachsen es ist eher gesunken.
00:11:11: Die Sensibilität dafür ist gestiegen dass man was daran ändern muss weil es wirklich den Alltag von Deutschland auffällt sowohl in den Ministerien als auch in den Startups also im Bereich Fluchtmigration.
00:11:25: Die Position der Beauftragten für soziale Innovationen ist dann nicht neu besetzt worden.
00:11:30: in der neuen Regierung oder in den neuen Ministeriums zusammensetzen, neue Ministeriumsführung.
00:11:37: Ich vermute das bedauerst du weil eigentlich noch genug zu tun gewesen wäre?
00:11:42: Genau, der Job ist auf jeden Fall noch nicht getan.
00:11:45: Soziale Innovation haben wir zwar geschafft mit technorischen Innovationen auf Augenhöhe zu bringen auch in der letzten Legislaturperiode mit der Strategie für soziale Innovationen und gemeinwollorientierte Unternehmen.
00:11:58: Aber ich bedauere natürlich, dass weder die Strategie fortgesetzt wird noch die Rolle der Beauftragten oder Desbeauftragte neu besetzt wurde, gerade weil das Thema natürlich in Zukunft nicht wichtig ist und angesichts der großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie beeinflusst irgendwie KI unseren Arbeitsmarkt?
00:12:17: Die Gesellschaft.
00:12:18: Wie können wir durch Innovationen auch unsere Sozialsysteme modernisieren, die Bildung in die Zukunft führen?
00:12:26: Die sind ja nicht beantwortet und da draußen sind so viele Menschen mit guten Ideen.
00:12:30: dies zu unterstützen gilt dass wir dann noch mehr oder weiterhin den Fokus ganz oben halten.
00:12:37: Und den Fokus oben halten, das kannst du jetzt natürlich auch in deiner jetzigen Rolle bei Sprint Society, Sprint die Agentur Bundesagentur für Sprunginnovationen, Sprungunnovation etwas was eine wirkliche grundsätzliche Veränderung auslöst in der Gesellschaft und in der Wirtschaft.
00:12:57: Die sind meistens auch bei Sprint erstmal technologisch gedacht worden.
00:13:00: Das Neue ist jetzt eben zu sagen, wir wollen soziale gesellschaftliche Sprung Innovationen fördern?
00:13:07: Was unterscheidet denn so eine gesellschaftlichen Sprung innovation einfach von einem guten Sozialprojekt oder einem Förderprogramm oder einer Verwaltungsreform?
00:13:15: Wann fängt denn eine gestschaftliche, eine soziale Sprung-Innovation an, Sarah?
00:13:23: Also die gesellschaftlichere Sprunginnovation.
00:13:26: Bei der Sprint haben wir das Ziel, die großen sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit auch Technologie gestützt zu lösen.
00:13:35: Ob das jetzt Kernfusion ist?
00:13:37: Die sagen okay Energie in Zukunft wird klimaneutral verfügbar sein.
00:13:43: ob wir neuen CO-zweifreien Segment produzieren der keine CO-Zweihemission mehr ausstößt und da groß zum Klimawandel weilträgt.
00:13:52: Es sind einfach technologische Innovationen, die zu einem Sprung in der Gesellschaft führen.
00:13:58: Und genau diese.
00:13:59: auf den Sprung kommt zwar das Sprint an, egal ob eine große Technologie oder ein neuartiges Large Language Model entwickelt wird oder ob im gesellschaftlichen Bereich sich Startups bilden, bei uns immer ganz wichtig.
00:14:13: Technologie unterstützt aber eben groß denken, um unsere Probleme anzugreifen.
00:14:19: Und vielleicht ganz konkret unser Ziel ist es, dass die Start-ups, die wir auswählen das Leben von Millionen Menschen verbessern und den Staat um Milliarden entlasten oder gesellschaftliche Mehrwerte generieren können.
00:14:32: Das mag ich ja
00:14:33: immer an Sprint sehr gerne.
00:14:35: Ihr macht's nie zu klein, ne?
00:14:36: Also es geht um Millionen Menschen verbessern und Milliarden an Werten generieren.
00:14:41: Ist ja durchaus groß gedacht, sag' ich mal!
00:14:44: Genau, also darum geht es auch.
00:14:45: Wir fahren Projekte in der Spitze und nicht der Breite.
00:14:47: Also ich liebe das Ehrenamt oder lokale Engagement-Initiativen.
00:14:53: Und die sind auch wunderbar und toll!
00:14:55: Es gibt eine große breiter Stiftungslandschaft
00:14:57: etc.,
00:14:58: es gibt Philanthropie, es gibt gesellschaftliches Engagement – alles super wichtig.
00:15:02: Wie bei der Sprint wollen quasi die in Anführungszeichen Moonshots die Leuchttürme finden, die wirklich einen Durchbruchspotenzial haben die uns beantworten, wie sieht die Bildung in der Zukunft aus?
00:15:17: Wie machen wir den Sozialstaat wieder stabil.
00:15:19: Wie sichern wir die Rente?
00:15:21: Wie retten wir die Demokratie?
00:15:22: Das sind wirklich auch der Anspruch an die Projekte, die bei uns pitchen und wir wollen auch die Messlatte hochhängen.
00:15:29: Wir müssen groß denken auch in gesellschaftlichen Fragen.
00:15:33: Es gibt so viele gute Startups da draußen, aber die trauen sich gar nicht groß zu denken weil sie sich von Förderprogramm zur Förder-Programm handeln müssen oder von dieser einen Stiftung mal zwanzigtausend oder vierzigtausenden bekommen während keiner wirklich groß in sie mutig investiert, aber auch viel fordert.
00:15:49: und das ist der Unterschied bei uns bei der Sprint
00:15:52: Wenn du sagst Durchbruchspotenzial.
00:15:54: Darum geht es, woran erkennst du das ganz konkret jetzt als Innovationsmanagerin?
00:15:59: Wie findet man das raus?
00:16:00: Das behaupten doch erstmal alle von ihrer Idee!
00:16:04: Ja, das behaupten natürlich alle Einreichungen von ihrer Idee.
00:16:07: Da haben auch da sehr unterschiedliche Qualitäten in der Einreichung.
00:16:12: aber genau die Start-ups Pitch'n zeigen entweder ihre Technologie wir haben zum Beispiel gerade in ein Projekt mit investiert oder gefördert was den die Mathematikunterricht radikal verändert und was durch eine KI-gestützte Software direkt erkennt, welche Kinder lernen gerade wie Mathe.
00:16:36: Sie machen handschriftlich den Rechenweg und dann wird direkt analysiert wo sind die Logikfehler des einzelnen Kindes im Matheunterricht?
00:16:44: Der Lehrer hat vorne nur noch ein Dashboard und dort wird gezeigt welches Kind hat welche Herausforderung und der Lehrer wird eher zum Coach geht nur noch hin die Logikprobleme aufzudecken und eher zu motivieren.
00:17:01: Das Steiger hat in Schweden zum Beispiel den Mathematikunterricht im Klassendurchschnitt um acht Prozent, und um vierzehn Prozent bei besonders benachteiligten Schülerinnen und Schülern.
00:17:10: Und das ist natürlich schon ein großer Durchbruch wenn man an Mathematikanterricht denkt, wenn man dann soziale Folgenkosten denkt, Unterricht eigentlich aktuell stattfindet.
00:17:20: und das ist nur eins von Beispielen.
00:17:21: Wir haben auch ein anderes, wir haben noch ein paar andere Projekte kann ich ja auch noch darüber erzählen.
00:17:25: Lass mich da mal kurz einhaken.
00:17:27: macht ihr euch da eigentlich beliebt?
00:17:28: Ich stelle mir vor die Kultusministerkonferenz bei dem Beispiel bleiben.
00:17:32: Die Bildungsminister Konferenz sind ja auch der feste Überzeugung Das meine ich jetzt wirklich erstmal neutral dass sie alles dafür tun Dass die Bildung besser wird, dass Innovationen reinkommen.
00:17:43: Und dann kommt ihr als Sprint Und sagt so, wir machen jetzt hier mal das Riesenprojekt und das reißt jetzt richtig was.
00:17:50: Man könnte es ja auch als eine Art von Kränkung der bestehenden Strukturen verstehen.
00:17:55: So nach dem Motto Jetzt braucht sie Sprint unter was zu ändern?
00:17:59: Ich würde uns immer als Vermittler- und Brückenbauer beschreiben.
00:18:02: also wie schaffen wir es dass die gerade die guten Startups diesen.
00:18:08: Ich sag mal, bei uns ist der Valley of Death immer ganz entscheidend.
00:18:12: Also woüber steht gerade Marktversagen?
00:18:14: Große Markteintrittsbarrieren und das natürlich im Bildungsbereich.
00:18:18: riesig des Themas wie können wir eine Brücke bauen?
00:18:20: dass wir ich sage mal Schulen Kultusministerkonferenzen etc.
00:18:24: begeistern von den Themen und Innovationen da draußen die sie vielleicht noch nicht sehen die wir im Ausland sehen die gerade auch gerade erst entstehen.
00:18:32: Wir können bei der Sprint immer sagen diese Technologie geprüft werden.
00:18:35: sehr viele Experten und Expertinnen bei uns sagen können, ob der Code gut ist.
00:18:39: Ob die Technologie gut funktioniert?
00:18:41: Während ich immer auf der gesellschaftlichen Perspektive drauf schaue, ist die Didaktik gut.
00:18:46: Ist der Lernerfolg der Schülerinnen und Schülern gut?
00:18:49: sind die Lehrer begeistert?
00:18:51: und dann versuchen wir Brücken ins System zu bauen, versuchen Termine zu bekommen in den Kommunen.
00:18:57: In den Städten, in den Ländern oder auch in den Ministerien bei all unseren Projekten dass sie es eben leichter haben reinzukommen wo Sie gerade noch nicht so fruchten.
00:19:06: das heißt ich würde uns da nicht als Konkurrenz sehen.
00:19:09: Ich würde uns eher so als zusätzliche oder ergänzende Struktur sehen die gerade, ich sage mal extrem gute sowohl gesellschaftliche als technorische Projekte findet unterstützt und die beschleunigen kann dass sie schneller das Deutschland schneller davon profitiert.
00:19:26: Anderes Thema du hast es schon angedeutet ist Demokratie Staatsmodernisierung auch das als Innovationsfeld zu verstehen.
00:19:34: Und ihr habt mit Deutschland was geht zusammen mit dem Bundes-Digitalministerium ein Burger Hackathon gestartet.
00:19:43: Erzähl doch mal, was wollte da konkret?
00:19:46: Genau.
00:19:46: Also da geht es auch wieder darum wie schaffen wir die Schnittstelle zwischen Bürgerinnen und dem Staat?
00:19:51: das heißt ich versuche immer und da kommt auch die ich sage mal Retrospektive von meiner eigenen Erfahrungen.
00:19:58: Ich selber als Gründerin habe viele Herausforderungen gehabt in meiner eigenen Gründung und natürlich auf der anderen Seite politisch viel Erfahrung und gute Netzwerke gesammelt, dass ich immer versuche beide zusammenzubringen.
00:20:10: Und das versuchen wir bei Deutschland.
00:20:11: was geht auch?
00:20:12: Es ist ein gemeinsames Projekt mit dem Digitalministerium mit Karsten Wildberger Und hier sammeln wir wirklich Bürgerinnen und Bürgerfrust.
00:20:23: Also aktuell knapp achtundzwanzigtausend Einreichungen, was Bürgerinnen- und Bürger in Deutschland nervt, wo Bürokratie besser werden muss.
00:20:34: Ich denke mal das ist übrigens so ein Feld, wo Deutschland richtig gut ist oder?
00:20:37: Im Sammel des Bürgerfrusters geht es total leicht kann ich mir vorstellen da werden sie alle aktiv nur hat man am Ende Beschwerdesammlung und das ist jetzt noch keine Innovation.
00:20:46: Genau, also die Beschwerdesammlung sind auch teilweise wirklich gute Ideen dabei.
00:20:51: Gerade die bei Deutschland was nervt eingereicht haben... können auch bekommen eine persönliche Rückmeldung auf ihre Idee, was ganz besonders ist.
00:20:59: Das heißt dass die Bürgerinnen und Bürger das Gefühl haben, was passiert eigentlich mit dem ganzen Ideen oder auf Frust den ich hier ablasse?
00:21:07: aber auch daraus entsteht erst mal Reibung.
00:21:09: dann weiß irgendwie wissen wir genau wo die Baustellen Deutschlands sind.
00:21:14: diesen Art Deutschlandreport veröffentlichen wir jetzt am sechsten Juli auf deutschland-was-geht.org, da können alle sehen was Deutschland am meisten nervt und abstimmen... Das ist
00:21:26: der Tag an dem wir den Podcast veröffentlichen.
00:21:29: also im Grunde es ist wenn ihr das hört diesem Podcast wenn sie das hören einfach auf die Sprintseite gehen oder wohin wo finden wir das dann?
00:21:39: Genau.
00:21:39: Oder Deutschland-was-geht.org, aber überspringt wird es jetzt auch und können quasi dann abstimmen was sich verändern soll also die Top Themen aus all diesen achtundzwanzigtausend Einreichungen identifiziert haben.
00:21:53: Die haben wir aber auch mit dem Digitalministerium und den anderen Ressorts quasi vorbesprochen Und Ziel ist das wirklich im Anschluss nach dem Bürgervoting Tech Teams einreichen können und Lösungsideen präsentieren auf die Bürgerfrustthemen.
00:22:10: Also sagen wir mal so als Beispiel, wenn das Top-Bürgerfrust Thema schneller bauen wäre könnten jetzt Tech Teams einreichen wie man in Deutschland schneller bauen kann und dort sich auch die einzelnen ganzen Bürgerbeschwerden nochmal durchlesen und sagen was sind eigentlich die besten Antworten auf diese vielen Ich sage mal Beschwerden aber auch Ideen und die fördern wir dann in zwei, unterstützen wir in zwei Phasen.
00:22:34: In der ersten Phase sind es um zwanzigtausend Euro oder zweiten hunderttausende Euro und am Jahresende werden sie Karsten Wildberger gepitched und bei Erfolg auch in die Bundesverwaltung integriert.
00:22:48: Und das ist immer ganz wichtig wenn man Bürgerbeteiligung neu denkt, dass man ein Kanal hat das der Bürgerfrust nicht einfach nur auf einer Plattform landet sondern danach was damit passiert.
00:22:58: und wir schicken eben alle Tech Teams in Deutschland los diesen Bürgerfruss zu bearbeiten.
00:23:02: Und dann schaut sich eben das Digitalministerium an welche dieser Ideen wirklich integriert werden bis Jahresende und dann in eine spürbare Veränderung sich verändern sollen.
00:23:14: Klangen Sie als ob Carsten Wildberger dann allein in Sicht die Jury vereinigt.
00:23:19: am Ende?
00:23:20: Es gibt auch noch eine Jury, genau.
00:23:23: Vielleicht kurz nachgefragt?
00:23:25: Ich kann mir vorstellen bei, ich sage das glaube ich, achtundzwanzigtausend Einreichungen da ist auch, ich sag mal ziemlich viel Mist dabei wahrscheinlich auch durchaus radikal am Mist.
00:23:37: also im Sinne von parteipolitisch extreme Dinge.
00:23:41: wie geht ihr damit um?
00:23:43: Also da können ja auch wirklich menschenfeindliche Sachen kommen bis zu welchem Punkt sagt, ja ist eine gute Idee nehmen wir mit rein und was geht gar nicht.
00:23:52: Also wir machen keinen klassischen Data-Dump.
00:23:54: Wir veröffentlichen nicht einfach achtundzwanzigtausend Einreichungen ungefiltert.
00:23:59: Wir haben natürlich mehrere Schutzsysteme, alle die wir veröffentlicht und sichtbar machen sind einerseits mehrfach durch quasi KI korrigiert worden.
00:24:07: auf der anderen Seite schauen wir über die veröffentlichen Einreichung jeder noch mal persönlich drüber.
00:24:12: da setzen mir auch viel Zeit in Ressourcen ein.
00:24:15: Und auf der anderen Seite, bei uns konnte man auf Deutschland was geht jetzt auch keine menschenverachtenden Themen einreichen.
00:24:22: Wir hatten direkt dieses Formular KI generiert angelegt so dass wir nur bürokratie relevante Themen überhaupt in den Einreichungsprozess zugelassen haben.
00:24:31: also die wurden sozusagen vorher schon raus gefiltert.
00:24:34: noch so ein Thema indem ihr natürlich dran seid ist der sozialstaat Die Modernisierung des Sozialstaats.
00:24:41: zu viele Menschen erleben den Sozialstaat ja oft auch nicht unbedingt nur als unterstützen, sondern als kompliziert schwer verständlich manchmal vielleicht auch als herabwürdigend.
00:24:54: Was wäre da aus deiner Sicht ein Sprung?
00:24:58: Und zweiter Teil der Frage wir diskutieren ja auch gerade die Parteipolitik diskutiert ja auch grade über Reform des Sozialstaats.
00:25:06: Seid ihr da vielleicht ein bisschen spät dran für diese Runde vielleicht?
00:25:11: Ich würde es auch immer da ergänzend sehen.
00:25:13: Die Politik hat ja auch eine Sozialstaatskommission erst mal Ziele definiert, wie der in Zukunft aussehen soll und wir können natürlich dabei unterstützen die zu erreichen.
00:25:23: Wir haben zum Beispiel ein sehr spannendes Investment gemacht im Refix Social, die wollen den Sozialstaat nutzerfreundlich machen von außen, aber das heißt man kann einmal seine Lebenssituation eingeben und dann spuckt einem aus auf sozusagen die Ansprüche aus.
00:25:38: Man kann dort auch sehr einfach und unkompliziert alles beantragen und man bekommt auch transparent was sind die Rechte?
00:25:45: Was sind die Pflichten?
00:25:47: Und dieser Refix Social ist für die Bürgerinnen und Bürger da und es sozusagen nicht für den Staat da was ein Vertrauensvorschuss ist weil Ich habe in dem Bereich Flucht, Migration so viele Menschen erlebt die Angst vor jedem Amtsbesuch hatten.
00:26:02: Die was falsch ausgefüllt hatten und dann kamen gewisse Dinge für sie nicht mehr infrage.
00:26:07: also es gibt bei gerade den Menschen die den Sozialstaatenanspruch nehmen einfach riesige Hürden Ängste sorgen Existenzängste In jeder Interaktion mit dem Staat Und hier soll Refix Social helfen.
00:26:22: Ziel ist aber nicht das Refix Social eine Art einfaches sozusagen Bürgerinterface, also eine einfache Bedienbarkeit für den Bürger nur baut.
00:26:31: Sondern dass sie auch irgendwann der neue Status quo werden, der neue Standard wie Staat und Bürgerinnen kommunizieren.
00:26:39: Das heißt viele dieser Punkte die bei Refix social bearbeitet werden sind auch Themen die in einer Sozialstaatskommission angebracht wurden.
00:26:47: warum schaut sich dann ein sozusagen Deutschland nicht auch diese Innovation an und überlegt können wir die einfach zum neuen Standard machen, dass wir gar nicht mehr die alten Antragsformulare brauchen sondern direkt diese Bedienoberfläche bei uns einbauen.
00:27:02: Anstatt tausende IT-Beratungsorganisationen damit zu beauftragen mit riesigen, deshalb mal millionen Milliarden Budgets das sie hier Lösungen Einzellösungen finden
00:27:14: vielleicht mal ein bisschen gelöst von den Themen, an dem ihr gerade dran seid und an den Vorhaben.
00:27:19: Was macht dich Sarah eigentlich optimistisch?
00:27:21: Dass wir das als Gesellschaft hinbekommen mit der Modernisierung, weil wir reden so viel über die Dinge, die nicht klappen.
00:27:27: Wir reden soviel über verkrustete Strukturen.
00:27:30: Davon hast du ja auch eine Menge erzählt, in denen du begegnest bist.
00:27:33: was macht dich optimistische oder müsstest du Du müsstest bestimmt nicht lügen, wenn du sagst du bist optimistisch und würdest dir den Job nicht machen.
00:27:42: Aber was macht dich optimistischer?
00:27:46: Ich glaube meine eigene Reise macht mich auch optimistische weil ich mir das damals hätte gar nicht vorstellen können als noch vor zehn Jahren sich selber gegründet habe was doch möglich ist hat es zu bewegen.
00:27:56: Wir haben jetzt mehrere Tausend Geflüchtete eingestellt, wir haben Unternehmen dabei geholfen selber Geflüchtete zu integrieren auch ohne unser Beitun.
00:28:05: ich durfte bin als politische Quereinsteigerin in einem Ministerium gekommen.
00:28:08: allein das heißt ja dass es irgendwie Lücken und Wege gibt sich zu engagieren und jetzt eben die Sprint die mit sehr viel Budget ausgestattet ist um genau die mutigen Innovationen da draußen zu finden zu suchen und zu unterstützen.
00:28:21: Das macht mich erst mal optimistisch, auch dass es Dinge wie die Sprint gibt, die so viele Freiheiten hat.
00:28:27: Innovationen anders zu fördern und zu unterstützen und zu investieren.
00:28:32: Und ich will eigentlich allen da draußen die Lust haben zu gründen auch im gesellschaftlichen Bereich Mut machen, dass es neue Anlaufstelle gibt.
00:28:41: Dass wir ganz gezielt erkannt haben.
00:28:44: Wir wollen hier genauso die großen Räder und Hebel drehen wie das im Technologiebereich oder im Wirtschaftsbereich drehen wollen Und diese Anlauf Stelle ist natürlich gerade noch am entstehen Aber soll eben auch allen mutmachen Die sich auf diesen steinigen Weg begeben und eben auch sagen hey wir können was verändern wir müssen nur an diese Veränderung wirklich glauben Und haben jetzt aber eben auch Rahmenbedingungen und eine Art Institutionen, wie die Sprint dafür.
00:29:09: Wenn du sagst Mut machen, sag nochmal ganz konkret ein Initiative, ein Start-up einer Organisation was muss die Mitbringer mit?
00:29:16: Du sagst das könnte etwas für Sprints Society sein.
00:29:22: Also sie muss erstmal gesellschaftlich sehr relevantes Problem bearbeiten und einen Anspruch haben das zu einem Teil oder größeren Teil zu lösen.
00:29:35: Und da ist sozusagen die Messlatte immer, hat diese Idee das Potenzial des Lebens von Millionen Menschen zu verändern.
00:29:41: Das ist jetzt nicht ein Lebenslauf geschrieben.
00:29:43: Es ist schon irgendwelche Menschen in Arbeit gebracht oder es ist in der Bildung signifikant was vorangebracht.
00:29:50: Es muss auch nicht direkt am Anfang sein sondern natürlich in den nächsten zehn Jahren aber sollte man die Ambitionen und den Ausblick dazu geben.
00:29:57: Auf der anderen Seite muss sie sehr KPI getrieben arbeiten.
00:29:59: Sie müssen sich schon die Frage stellen wir wollen jetzt keine netten Bildchen wo einzelne Geschichten erzählt werden, sondern wir wollen schon gute Businesspläne aber auch gute Wirkungsplänen sehen.
00:30:09: Wir wollen sehen wie sie ihre Wirkung quantifizieren sowohl in qualitative KPIs wie Bildungsverbesserungen oder aber auch Quantitative wie gesellschaftliche Mehrwerte ersparen.
00:30:20: ist zum Beispiel gerade das Thema Schuldnerberatung was ich sehr spannend finde.
00:30:24: wie viele Insolvenzen kann es verhindern?
00:30:26: Wie viele Menschen haben gerade gar keinen Zugang zur Schuldener Beratung.
00:30:30: Und was macht das dann auch für volkswirtschaftliche und ökonomische Konsequenzen, wenn sich dieses Thema strukturell verbessert?
00:30:37: Also nehmt euch ein gesellschaftliches Problem und habt die Ambition, es eher im größeren Stil zu lösen und der neue Standard, die neue Infrastruktur zu werden.
00:30:49: Dieses große Rat, was ihr da dreht gibt's manchmal auch Momente, Sarah wo du selbst denkst Wie soll das klappen?
00:30:57: Wir machen hier so ein großes Ding und eigentlich, du hast gesagt viel Geld.
00:31:02: Aber ihr könnt auch umgekehrt sagen dafür hat das dann doch wieder auch nicht so viel Geld die Bundesagentur
00:31:10: oder?
00:31:12: Wir haben jetzt immer ein größtes Budget wächst und wächst.
00:31:16: Aber für das, was wir vorhaben – es ist immer noch ein Bruchteil von dem, was die USA für Innovationen ausgibt.
00:31:21: Also da müssen wir natürlich deutlich daran arbeiten.
00:31:24: Und gerade im gesellschaftlichen Bereich ist es auch so, dass das Thema nicht so bekannt ist in den verschiedenen Ministerien.
00:31:30: Da arbeiten wir jetzt sehr dran.
00:31:32: Es ist natürlich manchmal noch mühsames, es klingt ein Putzen, es ist Bekanntschaften, verbindungen schließen, dass sie das Thema bekannt machen.
00:31:40: ist noch wirklich ein sehr Weg, was mich aber eher motiviert und anspornt.
00:31:48: Dinge, dass die Sprint nicht nur in Deutschland sondern vielleicht auch in anderen Ländern Europas kopiert wird.
00:31:53: Wenn wir uns da zusammenschließen dann wachsen ja auch unsere Budgets schnell und ich finde das ergibt sich alles so schnell.
00:32:00: Die Sprint ist gerade mal fünf Jahre alt und dass da alles noch nach vorne kommen kann.
00:32:06: viele der Ideen, die wir jetzt vor zwei oder drei Jahren investiert haben sind hier als grade Mal zwei-drei Schritte weiter was da alles in Zukunft noch verändern und passieren kann.
00:32:14: Da bin ich einfach neugierig und gespannt Und mir persönlich macht es einfach riesig Freude, so die leuchtenden Augen der ganzen Gründerinnen und Gründern zu sehen.
00:32:22: Die mit unternehmerischen Mitteln die Welt verändern wollen Deutschland verändern Wollen und Teil zur ich sage meine europäischen Souveränität und Beitragen wollen, die zu unterstützen auf ihrem Weg dass sie's nicht so schwer haben wie vielleicht noch vor fünf oder zehn Jahren.
00:32:38: Das motiviert mich und hält mich total am Ball.
00:32:40: Ich
00:32:41: finde das eine ganz spannende Aussicht.
00:32:43: wenn du sagst naja Vielleicht kann dann die Sprint sich Schwesterorganisation in anderen europäischen Ländern auch zusammenschließen, gemeinsame Projekte an Start bringen und ein größeres Rad drehen.
00:32:54: Gibt es dafür schon Beispiel oder ist das noch einfach eine Idee?
00:32:59: Also da gibt's glaube ich unterschiedlichste Gespräche und Ziel ist natürlich schon dass man überlegt... gibt es nicht auch in anderen Ländern, die Sprinten.
00:33:06: Gibt's nicht auch eine europäische Sprint?
00:33:09: Weil ich glaube wenn wir dann diese Budgets alle zusammenzählen würden, dann wären wir auch schnell sehr wertbewerbsfähig mit USA muss man auch wirklich so sagen
00:33:18: was wäre für dich in zwei oder drei Jahren ein Zeichen dafür das Sprints Society erfolgreich war?
00:33:26: ist es so dass eine große der eine große Durchbruch der eine sogenannte Game Changer?
00:33:33: oder sind es dann die vielen doch kleineren Geschichten?
00:33:35: Was wäre für dich ein Zeichen, dass das in zwei drei Jahren geklappt
00:33:40: hat?
00:33:40: Also in zwei, drei Jahren.
00:33:41: Ich hätte gerne die ersten drei Impact Unicorns für Deutschland also genau die Start-ups, die es eben geschafft haben diese Milliarden Potenzial einmal zu heben.
00:33:51: Vielleicht zum Beispiel wir bei Social Biome jetzt knapp dem Stadt knapp Achtzig Millionen Euro an einerseits Sozialleistung gespart, auf der anderen Seite sozusagen steuerliche positive Effekte, zusätzliche Einkommeneffekte generiert.
00:34:05: Es gibt Organisationen wie ACCA oder andere.
00:34:09: die sind da sogar noch ein bisschen weiter oben in der Zahl und Ziel wäre natürlich das sagen wir drei von Sprint geförderte oder unterstützte Organisationen diesen Impact Unicorn Status erreichen und so einen Leuchtturm Effekt haben, dass alle in Deutschland sehen hey es geht.
00:34:27: So wie wenn ich sage mal bei der Unternehmertum in München gesagt wird, hier die ESA Aerospace Archete startet ins All.
00:34:38: Dann fragt keiner mehr warum es irgendwie Tech Startups braucht.
00:34:41: genauso würde ich sagen wenn wir diese drei Impact Unicorns haben dann fragt keine mehr brauchst du noch soziale Innovationen?
00:34:47: und ist das nicht eigentlich viel zu ambitioniert?
00:34:50: Wir müssen's einfach beweisen und ich glaube diesen Beweis hätte ich gerne in drei Jahren.
00:34:54: Ich glaub ESA aerospace muss auch ein bisschen beweisen derzeit aber die sind ja dran.
00:35:02: Noch eine letzte Frage zu Social Bee.
00:35:04: Wie bist du dem noch verbunden?
00:35:06: Also jetzt hast ja eine andere Rolle, aber ich denke mal wenn man so ein Unternehmen mitgegründet hat irgendwie bleibt man da ja auch emotional dran oder?
00:35:15: Ja also ich war ja bis vor ein paar Monaten noch CEO bei Social Bee habe ja sowohl in der ganzen Zeit als Beauftragte quasi beauftragten Rolle Teilzeit gemacht und auch Teilzeit bei das Sprint angefangen Und jetzt habe ich gerade die Geschäftsführung übergeben.
00:35:32: An einerseits mein Co-CEO, der ist auch schon lange Co-Ceo und wir haben sozusagen jemand aus dem Team, die Yasmin und nochmal die Melike zusätzlich eingestellt.
00:35:43: Das heißt, wir haben drei Geschäftsführerinnen und ich bin eine Art Aufsichtsratsfunktion Begleitungsfunktion unterstützt das SocialBee natürlich mit Netzwerk
00:35:53: etc.,
00:35:54: und auch mit Innovationsthemen.
00:35:57: Aber es ist irgendwie nach zehn Jahren auch ganz schön, mal so das Zepter an die in Anführungszeichen nächste Generation zu übergeben.
00:36:04: Und auf der anderen Seite bin ich natürlich riesig gespannt was mit der Sprint noch alles aufbauen können für die Zukunft, was die Rahmenbedingungen für alle erleichtert und das war auch immer Teil unserer Social-B-Vision.
00:36:16: nicht nur zu sagen wir wollen maximal viele Geflüchtete im Arbeitsmarkt integrieren sondern wie können wir auch ein Role Model Social Enterprise sein?
00:36:26: Auch ganz viele junge Menschen motiviert selber zu gründen in dem Bereich.
00:36:30: Frustriert das dann deine Mitstreiterinnen bei Social Media?
00:36:34: Dass jetzt Sprint Society für sie so ein bisschen dicht ist, weil du jetzt da bist, könnte man ja auch sagen Mensch!
00:36:39: Du hast den hier eine Fördermöglichkeit dicht gemacht oder nicht?
00:36:41: gewisse Weise
00:36:43: Ja aber dafür gab es ihn natürlich auch vorher nicht und da sind Sie gewaltig stolz darauf dass ihr das quasi irgendwie dadurch ja auch mitbegleitet und mit geschafft haben.
00:36:52: Und wie du sagtest die Profitenia von deinen Erfahrungen und vom Austausch Mit dir.
00:36:56: Ganz am Ende eine Frage, die ich immer meinen Gästen im Podcast stelle wenn du einen Wunsch frei hättest an die Deutsche in dem Fall Innovationspolitik Forschungspolitik Technologie Politik nicht drei wünsche nicht zehn ein Wunscht was wäre das?
00:37:15: Im Bereich Bildung würde ich mir wirklich den Bildungsföderalismus den würde ich wirklich gerne eine andere Lösung verfinden, also dass wir wirklich gemeinsam auch als Deutschland entscheiden wie soll die Bildung der Zukunft aussehen.
00:37:29: Das ist eines der größten Hemmnisse zumindest in dem Themenbereich uns wirklich wo wir es wirklich schaffen gemeinsam an einem Strang zu ziehen und zu denken Den muss man nicht aufbrechen, den muss man sich abschaffen.
00:37:41: Wir müssen es schaffen da zusammenzuarbeiten weil ich glaube Bildung ist eigentlich für mich die wichtigste und größte Sprungen.
00:37:48: Innovation in der Zukunft.
00:37:49: das ist unsere große Chance für Deutschland auch ganz vorn dabei zu sein um eine tolle Gesellschaft zu haben mit der wir alle leben wollen.
00:37:57: Das heißt wir müssen an der Bildung an den wichtigen Schnellschrauben arbeiten dass Innovationen schneller ins System kommen
00:38:03: Und ich sage ja, ihr macht es wirklich nicht mit den kleinen Rädern.
00:38:06: Also dass du dir jetzt als ein Wunsch dann gleich mehr Reform des Bildungsföderalismus wünscht zeigt die Ambitionen würde ich sagen.
00:38:15: ganz herzlichen Dank.
00:38:16: das war eine Ja da wundert sich.
00:38:18: Folge mit Sarah Brühl Innovationsmanagerin bei Spin Society über gesellschaftliche Sprünge Innovation Bildung Sozialstaat Demokratie Staatsmodernisierung und natürlich über die grundlegende Frage wie aus guten Ideen, wirksame gesellschaftliche Veränderungen und Neudeutsch Impact werden kann.
00:38:37: Vielen herzlichen Dank Sarah!
00:38:40: Danke dass ich hier sein durfte.
00:38:41: Ja und wenn Ihnen das Format gefeinert sagen Sie es gerne in der Kommentarspalte.
00:38:45: auch wenn Ihnen was nicht gefallen hat freue ich mich über Hinweise, Kritikwiderspruch Ergänzung, Ideenanregung Vorschläge für Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner die sie gern einmal bei Viada wundert sich hören würden.
00:38:58: bis dahin sage ich machen Sie's gut Auf Wiederhören!
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